Posts Tagged ‘USA’

Wo ist das Schweizer Gold? Die SNB schweigt

Freitag, Oktober 26th, 2012
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Die Notenbanken in Deutschland und Österreich geben Details zu ihren Goldbeständen im Ausland bekannt. Sie wollen die Reserven überprüfen. Die Schweizerische Nationalbank sieht keinen Handlungsbedarf – und setzt auf Geheimhaltung.

Artikel Handelszeitung

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Wo ist unser Gold? Prüfung der vollständigen physischen Existenz der Schweizer Goldreserven

Freitag, März 16th, 2012
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goldreservenIn zahlreichen Ländern sorgt die Überprüfung der physischen Bestände der Goldreserven für grosse Unruhe. Im US-Kongress verlangt eine parlamentarische Eingabe die Überprüfung der physischen Existenz aller Goldreserven. Regierung und Zentralbank versuchen dies zu verhindern und nähren damit Vermutungen, dass gar nicht mehr alle in der Bilanz ausgewiesenen Goldreserven physisch vorhanden sind.

In Deutschland hat der Bundesrechnungshof dem Bundesministerium für Finanzen eine Prüfungsankündigung über die „Nachweisführung, Bilanzierung und Bewertung der Goldbestände“ bei der Deutschen Bundesbank übersandt. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.

Die Schweiz lagert einen unbekannten Teil ihrer Goldbestände im Ausland, darunter auch in den obengenannten Staaten. Wenn in diesen Staaten schon erhebliche Mängel bei der Überprüfung der Goldreserven festgestellt werden, dann sind Überprüfungen der Goldbestände durch die Schweiz umso wichtiger.

Aus diesen Gründen verlange ich in einer heute eingereichten Interpellation vom Bundesrat konkrete Antworten zu folgenden Fragen: (mehr …)

Rückblick Sessionswoche 2 der Frühjahrssession 2012

Dienstag, März 13th, 2012
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Montag, 5.3.2012

Der Nationalrat hat als Zweitrat der Ergänzung des DBA mit den USA entgegen dem Willen der SVP mit 110:56 Stimmen bei 14 Enthaltungen zugestimmt. Damit leistet die Schweiz den USA künftig in Fällen von Steuerhinterziehung auch dann Amtshilfe, wenn sich die Anfrage auf eine Gruppe von nicht einzeln identifizierten Personen bezieht.

Der Nationalrat genehmigte auch zehn andere DBA. Bei einem Teil ging es um die Anpassung an die aktuelle Interpretation des OECD-Standards. Danach sind für die Gewährung der Amtshilfe Name und Adresse des mutmasslichen Steuersünders oder der Bank nicht zwingend. (mehr …)

SVP-Fraktion für Bankkundengeheimnis und Volksinitiative gegen die Aufblähung der Auslandhilfe

Mittwoch, Februar 29th, 2012
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Die SVP-Fraktion hat an ihrer heutigen Sitzung beschlossen, die Ergänzung zum Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den USA abzulehnen. Der entsprechende Bundesbeschluss bringt eine weitere Aushöhlung des Bankkundengeheimnisses und stellt eine rückwirkende Gesetzgebung dar, ohne dass Gegenseitigkeit gegeben wäre oder eine Gesamtlösung mit den USA vorliegt. Die Fraktion hat zudem den Grundsatzbeschluss gefällt, eine oder mehrere Volksinitiativen zu prüfen, welche die Landesverteidigung stärken und eine Aufblähung der Auslandhilfe verhindern. (mehr …)

SVP-Fraktion kämpft für Bankkundengeheimnis

Dienstag, September 20th, 2011
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Die SVP-Fraktion wehrt sich gegen eine weitere Aufweichung des Bankkundengeheimnisses und gegen sogenannte „Fischzüge“ von ausländischen Staaten gegen Bankkunden in der Schweiz. Der Zusatzbericht zum Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA öffnet diesbezüglich Tür und Tor. Die SVP wird diesen Zusatzbericht deshalb an den Bundesrat zurückweisen. Die SVP-Fraktion ist zudem nicht bereit, in laufenden Verhandlungen mit den USA leichtfertig Terrain preiszugeben und dem gläsernen Bürger Vorschub zu leisten. (mehr …)

Buchvorschlag: Weltkrieg der Währungen

Samstag, Mai 21st, 2011
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Schweizerzeit BuchshopDie Explosion der Verschuldung sowohl in Westeuropa, besonders auch in den USA zeitigt Folgen von welthistorischer Bedeutung.

Der Autor dieses Buches, Daniel D. Eckert, zeichnet nicht bloss den Weg der westlichen Industriestaaten in die Verschuldungskrise akribisch nach. Er zeigt nicht bloss auf, wie der ausufernde Sozial- und Umverteilungsstaat selbst starke Industriestaaten ins Wanken bringen kann.

Dieses Buch geht weiter: Es begründet, dass die Schwindsucht von Euro und Dollar auch eine weltweite Umwälzung politischer und wirtschaftlicher Natur auslöst: Es geht um die Beerbung des Dollar als weltweit bestimmender Leitwährung. Der Euro, selber geschwächt, erhält vom Autor – wohl begründet – wenig Entwicklungschancen. Weit wichtiger nimmt er das Gold, weil das Gold unveräusserbaren Wert darstellt, der inflationäre Entwicklung, wie sie die westlichen Industriestaaten derzeit erfasst, unterbindet.

Vor allem widmet sich der Autor der Frage, ob der Yuan, also die Währung Chinas, den Dollar zu beerben sich anschickt. Damit würde die Welt mit der Tatsache konfrontiert, dass das bestimmende Geschehen zur Entwicklung der Weltwirtschaft schon bald nicht mehr von den USA, vielmehr von China ausgehen würde.

Die Überlegungen, die dieses Buch präsentiert, sind ebenso brisant wie interessant. Da wird der wohlbegründete Versuch unternommen, die Verschiebung der weltpolitischen Gewichte Richtung Fernost an Einzelheiten festzustellen und für die Zukunft sowohl quantitativ wie qualitativ zu bewerten. Ein Buch für Leser, die sich nicht bloss an Schlagzeilen des Tages orientieren möchten, die vielmehr nachdem das Geschehen lenkenden und bestimmenden Antriebskräften suchen. Die Erschütterungen in der Währungsordnung erlauben dazu neue Hinweise und Erkenntnisse. Ein ausserordentlich interessantes, mehr als nur lesenswertes Buch. us

Daniel D. Eckert: «Weltkrieg der Währungen – Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe des Dollar kämpfen». Finanzbuch, München 2010, 272 Seiten, gebunden

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Weltkrieg der Währungen: Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe des Dollar kämpfen – und was das für unser Geld bedeutet

Das Bankgeheimnis gehört in die Verfassung!

Donnerstag, August 20th, 2009
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(Erstveröffentlichung: News1.ch-Kolumne „links bis rechts“ am 20. August 2009)

Noch immer denken viele beim Bankkundengeheimnis an dunkle Gestalten mit prallgefüllten Koffern, so wie man dies in alten Filmen anschaulich demonstriert bekommt. Dieses Bild ist genauso nostalgisch wie die Film-Klassiker. Denn heute hat die Schweiz mit dem Geldwäschereigesetz eine der fortschrittlichsten und transparentesten Gesetzgebungen der Welt. Zur Ahndung von Steuerbetrug, Geldwäscherei und anderen kriminellen Handlungen stehen griffige Mittel bereit. Das Bankkundengeheimnis schützt einzig den Bankkunden, den einzelnen Bürger, und nicht die Bank. (mehr …)