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Gleiche Ellen für alle Tabakprodukte – gegen willkürliches Snus Verbot

Dienstag, August 12th, 2014
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1. Stand heute: Begründung des Bundesrates:

Gestützt auf das Lebensmittelgesetz hat der Bundesrat 1995 in der Tabakverordnung Snus mit einem Import- und Verkaufsverbot, nicht aber mit einem Konsumverbot belegt:

Art. 5 Verbotene Erzeugnisse

1 Tabakerzeugnisse zum oralen Gebrauch dürfen weder eingeführt noch abgegeben werden.

2 Als Tabakerzeugnisse zum oralen Gebrauch gelten Erzeugnisse in Form eines Pulvers oder eines feinkörnigen Granulats oder einer Kombination dieser Formen, insbesondere in Portionenbeuteln oder porösen Beuteln oder in anderer Form. Ausgenommen sind Erzeugnisse, die zum Rauchen oder Kauen bestimmt sind.

Dieses von der EU übernommene Verbot soll nun ins neue Tabakproduktegesetz überführt werden, das sich bis an 12. September 2014 in der Vernehmlassung befindet. Der Bundesrat schreibt in den Vernehmlassungserläuterungen unter anderem: „Aus wissenschaftlicher Sicht besteht kein Grund, das Verbot von Tabakprodukten zum oralen Gebrauch zu hinterfragen, da sie eine Vielzahl von Schadstoffen, vor allem krebserzeugende Stoffe, enthalten.“

 

2. Das Verbot ist willkürlich

  • Das Verbot von Snus in der Schweiz ist willkürlich. Während das vergleichsweise harmlose schwedische Qualitäts-Snus in der Schweiz nicht verkauft werden darf, sind weit schädlichere Produkte wie Zigaretten, afrikanischer und asiatischer Mundtabak (siehe Tabelle unten) oder Schnupftabak überall erhältlich (Kioske, Tabakgeschäfte etc.).

 

  • Dank hoher Qualitätsstandards bei der Herstellung und einer strengen Lebensmittelkontrolle in Schweden muss Snus höchste hygienische Anforderungen erfüllen. Anders als bei anderen zugelassenen  Mundtabaken wird für die Trocknung nicht Rauch, sondern Luft verwendet.

 

  • Es gibt keine wissenschaftliche Studie, welche eine krebserregende Wirkung von Snus im Mund oder im Magen-Darm-Trakt (z.B. Bauchspeicheldrüse) nachweist.
  • Alle aktuellen Studien stellen auch keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von rauchlosen Tabak und Mundkrebs fest. In Schweden ist Mundhöhlenkrebs bei Snus-Konsumenten nicht stärker verbreitet als beim Rest der Bevölkerung. Der „Wissenschaftliche Ausschuss neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken” der Europäischen Kommission kam 2008 zum Schluss, dass schwedisches Snus kein Risiko für Mundhöhlenkrebs darstellt.
  • Eine Studie von Paulo Bofetta von 2008 vermutete ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs, relativierte diese Aussage aber später. Der Befund wurde von keiner anderen Studie bestätigt. Auch die bisher grösste Studie, die PANC 4 von 2011, konnte keinen Zusammenhang zwischen Bauspeicheldrüsenkrebs und rauchlosem Tabak aufzeigen. aufzeigen: [1]Geklärt ist indessen die Tatsache, dass Rauchen das Risiko für diese Krebsart erhöht.
  • Snus senkt gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen die Krebshäufigkeit, wie das Beispiel Schweden zeigt, wo jeder vierte Mann das rauchlose Tabakprodukt verwendet: Halb so viele Männer wie in der Schweiz erkranken an Lungenkrebs. Während in der Schweiz jeder Dritte raucht, ist es in Schweden nur jeder Zehnte. Schwedische Männer haben europaweit eine der tiefsten Raten für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dies ist auf den Snus-bedingten Rückgang des Raucheranteils zurückzuführen.

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TSI-Bericht: Mehr Transparenz bei Lebensmittel

Dienstag, November 18th, 2008
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Patti ChiariDie TV-Sendung „Patti Chiari“ berichtet ausführlich über die Notwendigkeit zu mehr Transparenz in der Gastronomie und bei Lebensmittelkontrollen. Lukas Reimann kommt dabei mehrmals per Live-Schaltung zu Wort, weil er schon seit längerem – auch mit Vorstössen – für die Sicherheit und Gesundheit der Konsumenten kämpft.
Die Sendung kann hier angeschaut werden:
in hoher Qualität
in tiefer, dafür schnellerer Qualität