Posts Tagged ‘Buchhinweis’

Der letzte Souverän und das Ende der Freiheit: Internationale Politik und bürgerliche Rechte

Dienstag, Mai 15th, 2012
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Wohl einmalig! Ein hoher Schweizer Diplomat berichtet aus dem Innersten der elitären Zirkel der Diplomatie im lesenswerten Buch
„Der letzte Souverän und das Ende der Freiheit“.

Nur die intakte staatliche Souveränität vermag die Freiheit und den Wohlstand der Bürger zu gewährleisten. Jeder Souveränitätsverlust kommt deshalb einem Verlust an individueller Freiheit und Wohlstand gleich. Johannes B. Kunz erläutert den Zusammenhang zwischen Souveränität und Freiheit bzw. Demokratie. Er sieht die staatliche Souveränität durch die Machtpolitik, die internationalen Organisationen, den heutigen humanitären Interventionismus und die Europäische Union gefährdet. Der Autor setzt die Souveränität auch in Bezug zur Globalisierung und zeigt Wege auf, wie sie gewahrt werden kann. Obwohl er  aussereuropäische Entwicklungen ausführlich bespricht, wird dem deutschen und dem schweizerischen Souveränitätsverständnis viel Platz eingeräumt. Johannes B.  Kunz hat die deutsche Wiedervereinigung in offizieller Funktion in Bonn miterlebt.

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Buchvorschlag: Weltkrieg der Währungen

Samstag, Mai 21st, 2011
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Schweizerzeit BuchshopDie Explosion der Verschuldung sowohl in Westeuropa, besonders auch in den USA zeitigt Folgen von welthistorischer Bedeutung.

Der Autor dieses Buches, Daniel D. Eckert, zeichnet nicht bloss den Weg der westlichen Industriestaaten in die Verschuldungskrise akribisch nach. Er zeigt nicht bloss auf, wie der ausufernde Sozial- und Umverteilungsstaat selbst starke Industriestaaten ins Wanken bringen kann.

Dieses Buch geht weiter: Es begründet, dass die Schwindsucht von Euro und Dollar auch eine weltweite Umwälzung politischer und wirtschaftlicher Natur auslöst: Es geht um die Beerbung des Dollar als weltweit bestimmender Leitwährung. Der Euro, selber geschwächt, erhält vom Autor – wohl begründet – wenig Entwicklungschancen. Weit wichtiger nimmt er das Gold, weil das Gold unveräusserbaren Wert darstellt, der inflationäre Entwicklung, wie sie die westlichen Industriestaaten derzeit erfasst, unterbindet.

Vor allem widmet sich der Autor der Frage, ob der Yuan, also die Währung Chinas, den Dollar zu beerben sich anschickt. Damit würde die Welt mit der Tatsache konfrontiert, dass das bestimmende Geschehen zur Entwicklung der Weltwirtschaft schon bald nicht mehr von den USA, vielmehr von China ausgehen würde.

Die Überlegungen, die dieses Buch präsentiert, sind ebenso brisant wie interessant. Da wird der wohlbegründete Versuch unternommen, die Verschiebung der weltpolitischen Gewichte Richtung Fernost an Einzelheiten festzustellen und für die Zukunft sowohl quantitativ wie qualitativ zu bewerten. Ein Buch für Leser, die sich nicht bloss an Schlagzeilen des Tages orientieren möchten, die vielmehr nachdem das Geschehen lenkenden und bestimmenden Antriebskräften suchen. Die Erschütterungen in der Währungsordnung erlauben dazu neue Hinweise und Erkenntnisse. Ein ausserordentlich interessantes, mehr als nur lesenswertes Buch. us

Daniel D. Eckert: «Weltkrieg der Währungen – Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe des Dollar kämpfen». Finanzbuch, München 2010, 272 Seiten, gebunden

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Weltkrieg der Währungen: Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe des Dollar kämpfen – und was das für unser Geld bedeutet

Willkommen in der EU-Zwangfabrik: Die Entmündigung Europas

Mittwoch, April 27th, 2011
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Es kommt selten vor, dass ich ein Buch dank einem Feuilleton-Beitrag in der NZZ kaufe. Gestern ist es passiert und es hat sich gelohnt. Die 73 Seiten sind schnell gelesen. Der Preis mit CHF 9.20 moderat. Der Inhalt dafür lohnt sich und bietet EU-Kritikern und EU-Gegnern Zündstoff und glasklare Argumente: Europa ist derzeit in aller Munde. Misstrauen herrscht gegen die fernen Institutionen in Brüssel. Was, fragen sich immer mehr Europäer, treiben diese weithin unbekannten Vormünder hinter verspiegelten Fassaden, meist verschlossenen Türen und mit einer höchst fragwürdigen Legitimation? In einem Essay hat sich Hans Magnus Enzensberger der Aufgabe gestellt, zur Aufklärung über die Gebräuche und Spielregeln beizutragen, mit denen das Europa von ‚Brüssel’ zu regieren beansprucht. Er macht klar: Fernab von den Lebenswelten der Bürger praktizieren die Beamten der Brüsseler EU-Zentrale eine lückenlose Bevormundung und Überwachung.  (mehr …)

Buchhinweis: Inszenierte Wahrheiten

Dienstag, April 19th, 2011
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Inszenierte WahrheitenEine der besten Ausstellungen, welche ich in den letzten Jahren besuchte, war „X für U – Bilder, die lügen„. Sie zeigte anhand von Hunderten von konkreten Beispielen, wie Medien tricksen und bewusst manipulieren. Die Annahme, dass Medien, wenn sie es denn wirklich wollten (und einige wollen das in der Tat und geben sich auch ent­sprechend Mühe), die Wirklichkeit abzubilden vermöchten, wird zwar allgemein angenommen, ist deswegen jedoch noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass die Medien die Wirklichkeit, die in den Medien vorkommt, erst schaffen. Sie tun dies, zuallererst, indem sie auswählen, was sie zeigen wollen und, vor allem, was sie nicht zeigen wollen. Sie definieren Bezugspunkte, stellen Ordnung und Sinn her, geben Kontext vor. Die Realität wird ersetzt durch eine Medienrealität – und diese wird zu einem Selbst­gänger, da sich die Medien vorwiegend daran orientieren, was andere Medien machen. Jetzt ist im Rüegger Verlag ein neues Buch zu genau diesem Thema erschienen.

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