Posts Tagged ‘Ausgang’

Mehr Freiheiten – mehr Verantwortung

Samstag, Oktober 20th, 2012
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  • In letzter Zeit häufen sich vor allem in den grösseren Städten die Reklamationen betreffend der Ausgangsszene. Lärmbelästigungen, Littering, 24-Stunden-Gesellschaft und überbordender Alkoholkonsum vor allem junger Menschen beschäftigen die Gesellschaft. Wie kann ein funktionierendes Nebeneinander von feiernden und Ruhe suchenden Menschen gefunden werden? Genügen repressive Massnahmen (frühere Clubschliessungszeiten, mehr Polizei, Einschränkungen beim Alkoholverkauf etc.) oder braucht es auch innovative präventive Konzepte? Braucht es überhaupt neue Regulierungen oder muss sich die Gesellschaft mit dem neuen Phänomen arrangieren?   

Die Reklamationen betreffend dem Ausgangsverhalten der Jugendlichen müssen ernstgenommen werden und entsprechen den Tatsachen. Dies gilt aber auch für die Reklamationen bezüglich immer stärkeren Freiheitseinschränkungen in der Freizeitgestaltung.

Weitere Freiheitsbeschränkungen sind klar abzulehnen. Sie treffen alle Bürger, auch jene grosse Mehrheit, welche sich gesittet verhält und niemanden stört. Weitere Verbote verlagern die Probleme, sie können sie aber nicht lösen. Wenn ab 22 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden kann, wird dafür um 21:30 Uhr umso mehr Alkohol gekauft. Wenn die Clubs um 1 Uhr nachts schliessen müssen, wird dafür privat oder auf nicht bewilligten, illegalen Party umso heftiger weitergefeiert. Neue Regulierungen sind also fehl am Platz. Sie treffen alle und wirken nicht.

Sinnvoller ist eine Verschärfung des Strafrechts – insbesondere des sehr lockeren Jugendstrafrechts. Denn Freiheiten fordern bedingt auch Verantwortung übernehmen. Hier muss angesetzt werden, um diejenigen aus dem Verkehr zu ziehen, welche wirklich stören, randalieren oder kriminell werden – und zwar ohne dass die grosse Mehrheit deshalb weitere Freiheitseinschränkungen in ihrer Freizeitgestaltung in Kauf nehmen müssen. Ganz nach dem Motto: Mehr Freiheiten – mehr Verantwortung.

Artikel für die Schweizerische Kommunal-Revue

Lückenhafter Strafvollzug bei Mördern und Vergewaltigern: Kein Urlaub für Schwerstverbrecher!

Donnerstag, Juli 21st, 2011
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Lückenhafter StrafvollzugDer gemeingefährliche Mörder und verwahrte Vergewaltiger J.B. konnte Anfang Juli während eines Hafturlaubs (!) flüchten. Gemeingefährlich eingestufte Häftlinge erhalten also in der Schweiz Ausgang und Urlaub. Im Auto, welches J.B. transportierte, war nicht einmal die Kindersicherung aktiviert. Unglaublich, dass einem derart gefährlichen Wiederholungstäter ein solcher Ausflug gewährt wird und er dabei derart schlecht bewacht wird.

Gastbeitrag für die Aargauer-Zeitung 21.07.2011

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