Schweizer Politiker wollen neuen Goldfranken als Fluchtwährung

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Drei Schweizer Nationalräte haben im Rahmen ihrer Bürgeraktion „Gesunde Währung“ eine parlamentarische Initiative zur Schaffung eines offiziellen Schweizer Goldfranken vorgelegt.

Quelle: Goldreport

Lukas Reimann, Luzi Stamm und Ulrich Schlüer sind mittlerweile über die eigenen Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit ihrer Bürgeraktion „Gesunde Währung“ sorgten die Schweizer Nationalräte in den vergangenen zwei Jahren mehrfach für Aufsehen. Zuletzt mit ihrer Volksinitiative zur Repatriierung der Schweizer Goldreserven (Goldreporter berichtete).

Am heutigen Mittwoch traten die Politiker mit einer neuen Aktion an die Öffentlichkeit. Sie fordern die Schaffung eines Schweizer Goldfrankens. Das Ziel: Neue Schweizer Goldmünzen mit fixiertem Goldgehalt, streng geregelter Konzessionierung und steuerfreier Ausgabe sollen nach dem Wunsch der Initiatoren auch Kleinsparern ermöglichen, Teile ihres Vermögens in Gold anzulegen und damit vor Entwertung zu sichern. Das Ganze soll in Form einer Verfassungsänderung gesetzlich verankert werden.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, mit dem Goldfranken werde zudem „eine attraktive Alternative zum Schweizer Franken als Fluchtwährung geschaffen, womit die Franken-Aufwertung als Folge internationaler Währungsturbulenzen in Grenzen gehalten werden dürfte“.

Die parlamentarische Initiative im Wortlaut, vorgebracht von Nationalrat Ulrich Schlüter:

Die Bundesverfassung sei wie folgt zu ergänzen:

Art. 99, Absatz 2 (neu) (bisherige Absätze 2 – 4 werden Absätze 3 – 5)

«Der Bund schafft einen offiziellen Schweizer Goldfranken mit einem Satz von Münzen mit je fixiertem Gehalt an Gold. Er regelt die Konzessionierung der zu dessen steuerfreien Herausgabe berechtigten Institute.»

Die Begründung zur Initiative lautet wie folgt:

  1. Beim heutigen Goldpreis von rund Franken 45’000.- pro Kilogramm wird es Kleinsparern ungebührlich erschwert, Teile ihres Vermögens Schritt für Schritt in Gold anzulegen und damit vor befürchteter Entwertung abzusichern. Dieser, einer Diskriminierung nahekommende Missstand muss beseitigt werden, indem ein offizieller Schweizer Goldfranken mit einem Satz von Münzen geschaffen wird, die für jedermann erschwinglich sind. Eine Münze mit 0,1 Gramm Goldgehalt würde heute rund Fr 4.50, jene mit 1 Gramm Gold rund Fr. 45.- kosten.
  2. In Zeiten internationaler Währungsturbulenzen wird der Schweizer Franken oft Fluchtwährung, woraus nicht selten eine markante Aufwertung des Frankens resultiert mit den bekannten Wettbewerbs-Erschwernissen, insbesondere für Exportwirtschaft und Tourismus. Sobald die Schweiz einen offiziellen Goldfranken schafft, bietet sich dieser Goldfranken  als attraktive Fluchtwährung an – was schwer zu bewältigende Kurssteigerungen des Schweizer Frankens in Grenzen hält.
  3. Wenn der Bund Konzessionen für die Ausgabe von Schweizer Goldfranken allein an Schweizer Banken vergibt, erhöht sich die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz markant. Der Schweizer Goldfranken hat mit den in Gold gehaltenen Währungsreserven der Nationalbank nichts zu tun. Die zur Ausgabe von Schweizer Goldfranken  konzessionierten Banken beschaffen sich das für dessen Herstellung benötigte Gold auf dem freien Markt – in dem Umfang, als Nachfrage von Kunden besteht.
  4. Der Bund hat im Rahmen der Konzessionierung der zur Goldfranken-Herausgabe berechtigten Banken zu überwachen, dass der Goldgehalt der Goldfranken-Münzen strikt eingehalten wird, damit der Bund den Goldgehalt der offiziellen Goldfranken-Münzen garantieren kann.

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2 Responses to “Schweizer Politiker wollen neuen Goldfranken als Fluchtwährung”

  1. Hans Peter Schär sagt:

    Gute Idee. Unterstütze ich voll.

  2. Rudolf Burger sagt:

    Das ist eine sehr gute Sache, dieser zu schaffende Goldfranken

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