Parlamentspräsident: Die SVP stellt den „höchsten Wiler“

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Ganz und gar nicht gemäss dem Motto «Mario gibt den Ton an» war Mario Schmitt nach dem Überraschungs-Auftritt «seines» Vereins, der Brass Band Märwil, erstmal sprachlos. Dermassen freute er sich über die Anwesenheit seiner Musikerkameradinnen und -kameraden im Alterszentrum Sonnenhof, wo die Präsidentenfeier mit 70 geladenen Gästen stattfand. Und noch eine weitere besondere Einlage liess das Musikerherz von Schmitt höher schlagen: Der Hackbrett-Virtuose Nicolas Senn demonstrierte eindrücklich, was er alles aus seinem nicht alltäglichen Instrument herausholen kann. Er spielte im wahrsten Sinne derart temperamentvoll, bis die Saiten rissen.

Gratulation vom Bundesrat

Als besonderer Gast überreichte der Wiler Nationalrat Lukas Reimann dem neuen höchsten Wiler seine Rechtssammlung. Schliesslich sei er jetzt mitten in den Abschlussprüfungen und benötige das Nachschlagewerk nicht mehr. Vielmehr könne es dem neuen Parlamentspräsidenten nützen, wenn er eine knifflige rechtliche Situation klären müsse. Zudem überbrachte Reimann Schmitt die Glückwünsche von Bundesrat Ueli Maurer sowie SVP-Parteipräsident Toni Brunner. «Ich freue mich, dass das Wiler Stadtparlament über einen so kompetenten und engagierten Präsidenten verfügt», lobte Reimann.

Die verschiedenen Parteien präsentierten im Laufe des Abends ihrerseits auf vielfältige Weise ihre Gratulationen für den höchsten Wiler.

Historische Bestmarke

Ganz dem Thema «Effizienz» widmete sich Stadtpräsident Bruno Gähwiler in seinem nicht ganz ernst gemeinten Rückblick über die Amtszeit von Christof Gämperle.

Er könne seinem Vorgänger Dario Sulzer in fast keinem Bereich das Wasser reichen. Sowohl in der Anzahl behandelter Geschäfte als auch durchgeführter Sitzungen habe Sulzer besser abgeschnitten. Eine bemerkenswerte, ja schon historische Bestmarke sei in der Amtszeit von Gämperle aber immerhin gesetzt worden. Bei der Bergholz-Vorlage sei pro Beratungsminute über 141 418 Franken Kredit befunden worden. «Schade, dass diese Sitzungen von Stellvertreter Schmitt und nicht von Gämperle geleitet worden sind …», schmunzelte Gähwiler.

Die Retourkutsche von Gämperle folgte aber postwendend. Von wegen Effizienz: Im Gegensatz zu Stadtpräsidenten würden Parlamentspräsidenten nicht ein Jahr benötigen, um sich zu überlegen, wann sie zurücktreten werden. Dabei bezog er sich auf eine Aussage des Stadtpräsidenten im Interview mit der Wiler Zeitung, dass er im Laufe des Jahres 2011 den Zeitpunkt seines Rücktrittes bekannt geben werde.

Quelle: nas./Wiler-Zeitung

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