Proust-Fragebogen vom Beobachter: 31 persönliche Fragen an Lukas Reimann

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Proust-Fragebogen – diese persönlichen Fragen stellte der Beobachter an Lukas Reimann für seine Weihnachtsausgabe:

1.    Wo möchten Sie leben?

Mir gefällt es hier sehr gut. Wir leben in einem Paradies und sollten dies mehr wertschätzen.

2.    Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Persönliche Freiheit! Denn Glück ist individuell: Ein Totkranker kann glücklicher sein als ein Kerngesunder, ein Bettler glücklicher als ein Millionär. Glücklich ist der, der aus jeder Lebenssituation sein Glück nimmt.

3.    Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jeden, sofern daraus gelernt wird. Churchill brachte das auf den Punkt: „Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ 4.    Was ist für Sie das größte Unglück?

Verlust einer geliebten Person,

5.    Ihre liebsten Romanhelden?

Die dänische Olsenbande, denn die haben immer einen mächtig gewaltigen Plan.

6.    Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

General Henri Guisan

7.    Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit?

Mein Vater! Ihm wurde nichts geschenkt, weder gesundheitlich noch beruflich, aber er ist mit jedem Schicksalsschlag stärker geworden.

8.    Ihr Lieblingsmaler?

Meine Mutter! Ob asiatische Skulpturen, Menschen wie von Renoir oder Tiere wie von Stubbs: Beim Malen auf Porzellan ist sie die Nr.1!

9.    Ihr Lieblingsautor?

Prägend waren Ayn Rand, Roland Baader und Michel Houellebecq, den ich als damals unbekannter Autor als Matura-Buch wählte. Aber nach wie vor die Nr. 1 ist Paulo Coelho.

10. Ihr Lieblingskomponist?

Jimmy van Heusen, der Songs für Frank Sinatra schrieb 11. Welche Eigenschaften schätzen sie bei einer Frau am meisten?

Sie hält auch dann bedingungslos zu dir, wenn sonst keiner mehr da ist.

12. Welche Eigenschaften schätzen sie bei einem Mann am meisten?

Ehrlichkeit

13. Ihre Lieblingstugend?

Gutmütigkeit

Sagen wir es mit Carl Spitteler: „Und eine einzige Tugend fordert mein Gemüte, von jeglichem Geschöpf, die leichteste, die Güte.“

14. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Mich mich anderen Menschen austauschen. Jede Begegnung ist eine Bereicherung fürs Leben.

15. Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?

Handball verstehen und spielen können wie Andy Schmid und dazu die Fans von Kultkicker Torsten Mattuschka im Rücken wissen.

16. Ihr Hauptcharakterzug?

Ergibt sich aus der Mischung von Fricktaler Bodenständigkeit mit St.Galler Entschlossenheit und Schweizer Zuverlässigkeit.

17. Was schätzen bei Ihren Freunden am meisten?

Zusammenhalt aus Gotthardgranit: Auch wenn alle gegen dich sind. Für echte Freunde bin ich immer da und sie genauso für mich.

18. Ihr größter Fehler?

Ich möchte alles erreichen und sofort, ob beruflich, politisch oder privat. Da stösst man an Grenzen und verzettelt sich auch mangels Prioritätensetzung.

19. Ihr Traum vom Glück?

Ich bin zufrieden und glücklich – im Wissen darum, dass mehr Freiheit zu noch mehr Glück führen wird.

20. Ihre Lieblingsfarbe?

Blau

21. Ihre Lieblingsblume?

Nelke

22. Ihr Lieblingsvogel?

Der prächtige Wanderfalke, es ist eine wahre Freude ihm zuzuschauen, wenn er über dir in der Luft kreist.

23. Ihr Lieblingslyriker?

Hildegard Knef

24. Ihre Lieblingsnamen?

Caroline

25. Was verabscheuen sie am meisten?

Einschränkungen der Freiheit und des Eigentums, was letztendlich Treiber vieler Kriege war.

26. Welche geschichtliche Gestalt verabscheuen sie am meisten?

Mao Tse-tung: 76 Mio. Opfer forderte seine Herrschaft über die KP Chinas. Und genauso Pol Pot, welcher einen ganzen Drittel „seiner“ Bevölkerung umbringen liess.

 

27. Welche Reform bewundern Sie am meisten?

Französische Revolution – noch heute die Grundlage für Demokratie, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmungsrechte.

28. Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ohne Schlaf auszukommen, wäre eine gute Sache, oder?

29. Wie möchten Sie gern sterben?

In Frieden

30. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Optimistisch

31. Ihr Motto?

Bleiben wir bei Churchill: Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

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