Aus den Spenden wird ein Pflegebett

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Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben. Aus den Spenden wird ein Pflegebett:
wilerzeitungbericht10082016Die Aktion läuft weiter auf Icareforyou.

 

Zur berechtigten Frage nach der Übernahme von Pflegebettenkosten durch Krankenkassen: Das Pflegebett ist auf der sogenannten Hilfsmittelliste des KVG nicht aufgeführt. Aus diesem Grund kann bzw. darf Ihre Krankenkasse die Kosten des Pflegebetts aus derGrundversicherung nicht übernehmen. Die Kosten werden von den Krankenkassen jedoch teilweise aus den Zusatzversicherungen übernommen. Allerdings sind das freiwillige Leistungen. Somit ist für die Kostenübernahme wesentlich, ob Ihre Krankenkasse überhaupt die Kosten für ein Pflegebett übernimmt und ob Sie über die dazu nötige Versicherungsdeckung verfügen. Eine Zusatzversicherung kann sich diesbezüglich lohnen.

Welche Voraussetzungen braucht es, um ein Altwerden in Freiheit für alle möglich zu machen? Welche Politik ist notwendig, um in Freiheit und Würde alt werden zu können? Aus den Hunderten von Rückmeldungen – die ich leider nicht alle persönlich beantworten kann – nehme ich insbesondere folgende Punkte mit nach Bern als Auftrag:
– Pflegezeiten dürfen nicht zu Nachteilen im aktiven Berufsleben oder bei der Berechnung der Pensionshöhe führen. Wer Angehörige pflegt, muss mit finanzielle Nachteilen z.B. bei der AHV rechnen. Der Wunsch nach einer vollen Anrechnung und höheren Bewertung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten ist gross. Viele Kantone und Gemeinden nehmen ihre Pflicht zur Restfinanzierung der Pflegekosten (Art. 25a Abs. 5 KVG) ambulant oder stationär nicht oder ungenügend wahr. Mit der Formulierung «Die Kantone regeln die Restfinanzierung» wurde im KVG die Grundlage für 26 Lösungen geschaffen. Da ein Teil der Kantone die Übernahme der Restkosten an die Gemeinden (z.B. LU) delegiert, wird die Sachlage noch unübersichtlicher. Der Bundesgesetzgeber muss zumindest Kriterien zur möglichst einheitlichen Berechnung der Restfinanzierung erlassen.

– Bereits 185’000 Rentner können mit AHV-Beiträgen und Pensionskassenbezügen die minimalsten Lebenskosten nicht decken. Jahr für Jahr werden es mehr. Viele haben ein Leben lang hart gearbeitet. Spätestens wenn längere Heimaufenthalte hinzukommen, verschwinden über Jahre ersparte Vermögen innert Kürze. Altersarmut ist ein immer grösseres Problem. „5000 neue arme Alte pro Jahr mehr“ warnte Pro Senectute. In der Fachwelt und der Politik scheint dieser Aspekt sehr wohl bekannt und wird mit dem Hinweis, dass es sich um EL-Beziehende handelt und somit nicht von eigentlicher Armut gesprochen werden kann, pauschalisierend abgewürgt. Dies kann, auf den ersten Blick und auf die Zahlen fokussierend, vielleicht sogar stimmen. Bei einer genaueren Betrachtung stellen wir aber fest, dass es hier um Einzelschicksale, um Menschen geht, die nicht mehr aus eigener (finanzieller) Kraft ein würdevolles und unabhängiges Leben führen können.

– Während verschiedene Schichten der Bevölkerung einen Volkssport darin sehen, Geld vom Staat zu bekommen, ist dies für viele ältere Semester ein totales Tabu. Ihr Verantwortungsgefühl und ihre Grundwerte lassen eine Abhängigkeit bzw. ein Abhängigwerden vom Staat nicht zu: Rund ein Drittel der Rentner verfügt immer noch nur ausschliesslich über Einkommen aus der 1. Säule der AHV, bei einem weiteren Drittel stammen die Renteneinkünfte hauptsächlich aus der AHV. Die Quote der Rentenbezüger, deren Einkommen nicht existenzsichernd ist und die Ergänzungsleistungen zur AHV beziehen, steigt an. Die Nichtbezugsquote ist mit gut 30 Prozent sehr hoch. Viele Rentner machen von ihrem Recht auf Ergänzungsleistungen aus falscher Scham oder falschem Stolz, aus mangelnder Information oder wegen administrativer Hürden keinen Gebrauch. Darauf deutet auch die Studie der Pro Senectute hin. Besonders bitter für viele Menschen und ihre ganze Lebensgeschichte: Ein Leben lang arbeiten, ein Leben lang Steuern zahlen und immer sparen mit dem Ziel, den Nachkommen auch etwas hinterlassen zu können. Doch dann im Rentenalter werden die Ersparnisse von Jahrzehnten harter Arbeit innert Kürze aufgefressen und man kommt trotzdem nicht über die Runden ohne fremde Hilfe. In der reichen Schweiz gehört dies leider zum Alltag.

– Ausgerechnet die Generation hart arbeitender Menschen, welche entscheidend zum heutigen Wohlstandsniveau der Schweiz beitrug, wird heute links liegen gelassen. Das ist eine Schande! Politiker in Bern stocken lieber Geldflüsse ins Ausland auf. Die Schweizer Senioren hingegen kommen selten zu ihren Rechten. Für ihre Rechte stehe ich ein. Die Generation, die unser Land stark und erfolgreich gemacht hat, hat mehr Respekt, mehr Anerkennung und vor allem Dank verdient! Als einer der jüngsten Nationalräte der Schweiz ist mir das Miteinander und der generationenübergreifende Zusammenhalt ganz wichtig. Sonst driftet unser Land auseinander und wird zerrissen.

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