Lösungen in der Asylpolitik: Human, nicht naiv!

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Das Chaos im Asylwesen und die hohe Attraktivität der Schweiz für Scheinflüchtlinge haben dazu geführt, dass die Asylgesuche in den letzten Jahren massiv zugenommen haben. Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit den meisten Gesuchen pro Einwohner. Die SVP sagt der verfehlten Asylpolitik, die zu explodierenden Kosten, mehr Kriminalität und Unterbringungsproblemen führt, den Kampf an.

Human, nicht naiv
Die Schweiz hat seit je Menschen aufgenommen, die in ihrer Heimat verfolgt und an Leib und Leben bedroht waren. Unsere humanitäre Tradition ist älter als jede internationale Flüchtlings- oder Menschenrechtskonvention. Doch eine humanitäre Tradition zu haben und diese auch weiterführen zu wollen, heisst nicht, sich an der Nase herumführen zu lassen. Immer mehr Menschen kommen ohne Visum oder Aufenthaltsbewilligung in die Schweiz und versuchen, über den Asylweg hierbleiben zu können und von A bis Z vom Staat und somit vom Schweizer Steuerzahler zu leben.

Steigende Gesuchszahlen auf weltweit höchstem Niveau
Dies schlägt sich in der Zahl der Asylgesuche nieder. Während diese in der Amtszeit von SVP-Bundesrat Christoph Blocher auf gut 10’000 Gesuche pro Jahr gesenkt werden konnte, hat sie sich bis heute wieder mehr als verdoppelt. Eine Senkung scheint in weite Ferne gerückt zu sein – da dies auch politisch von der zuständigen Bundesrätin nicht angestrebt wird. Betrachtet man einerseits die absoluten Gesuchszahlen sowie andererseits den Bezug zur Einwohnerzahl und zur Fläche des Landes, so gab es 2013 weltweit kein Land, das in allen drei Punkten mehr Asylgesuche zu verzeichnen hatte als die Schweiz. Dies, obwohl wir von sicheren Staaten umgeben sind, die gemäss Dublin-Abkommen Asylsuchende, die über ihr Land einreisen, registrieren und die entsprechenden Verfahren durchführen sollten.

Zu hohe Attraktivität des Schweizer Asylwesens
Wenn jemand illegal in die Schweiz einreist und hier ein Asylgesuch stellt, erhält er vom ersten Tag an staatliche Unterstützung. Er kann sich kostenlos medizinisch untersuchen und versorgen lassen, er kann sich völlig frei bewegen und wird von Asyljuristen und Hilfswerklern freudig aufgenommen, beraten und betreut. Da diese «Asylindustrie» vom Chaos und verschleppten Gesuchen im Asylwesen lebt, hat sie selbstverständlich kein Interesse daran, von sinnlosen Rekursen abzuraten oder ihre Schützlinge zur Heimkehr zu animieren. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Verfahren oft ins Unermessliche hinziehen und dazu führen, dass selbst Personen, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie nicht verfolgt werden, für Jahre, teilweise ihr ganzes Leben, in der Schweiz bleiben dürfen.

Schengen / Dublin ist kollabiert
Die steigenden Asylzahlen haben auch mit den Schengen/Dublin-Abkommen zu tun, wonach die Schweiz ihre Grenzen nicht mehr systematisch kontrollieren darf, da die illegale Zuwanderung an der Schengen-Aussengrenze abgewehrt werden sollte. Doch heute geschieht im Mittelmeerraum genau das Gegenteil: Das angewandte Konzept hält kaum jemanden von einer Überfahrt ab und erleichtert und fördert vielmehr die illegale Einwanderung. Skrupellose Schlepper und Menschenhändler sind die Profiteure. In Europa angekommen, wird nur ein Teil der Zuwanderer registriert, womit Italien, aber auch Spanien und andere Mittelmeerländer klar gegen das Dublin-Abkommen verstossen. Die Migranten können so ungehindert und unregistriert nach Nordeuropa und in die Schweiz reisen, wo sie ihr erstes Asylgesuch stellen. Dadurch kosten die Assoziierungsabkommen von Schengen/Dublin nicht nur ein Vielfaches dessen, was dem Stimmbürger vor der Abstimmung versprochen wurde,auch die Wirkung ist verkehrt: Statt mehr Sicherheit und weniger Asylbewerbern, bringen die Abkommen der Schweiz weniger Sicherheit, mehr illegale Einwanderung und Kriminalität.

Die Kosten für den Asylbereich nehmen markant zu
Die stetige Zunahme der Asylgesuche hat auch Auswirkungen auf die Kosten des Asylwesens. So wurde für diesen Bereich für das Jahr 2015 auf Bundesebene ein Betrag von über einer Milliarde Franken budgetiert. Nicht eingerechnet in diese Kosten sind alle Ausgaben, die von den Kantonen und Gemeinden getragen werden müssen. Auch wenn dazu keine offiziellen Zahlen erfasst werden, so dürften sie sich mindestens in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie die Kosten des Bundes.

Übermässig hohe Kriminalitätsrate bei Asylbewerbern
Hohe Kosten insbesondere in den Kantonen verursachen auch die Kriminalitätsbekämpfung und der Strafvollzug. Denn Asylbewerber verstossen um ein Vielfaches häufiger gegen die Schweizer Rechtsordnung, als dies Schweizer oder andere ansässige Ausländer tun. Während Personen im Asylbereich rund 0,6 Prozent der Bevölkerung ausmachen, wurden im Schnitt der letzten 4 Jahre (2011 – 2014) 9 Prozent aller Verstösse gegen das Strafgesetzbuch von ihnen verübt. Wer dermassen gegen die Rechtsordnung eines Gaststaates verstösst, kann nicht wirklich an Leib und Leben bedroht sein, sonst würde er die sichere Zuflucht nicht mit kriminellem Verhalten aufs Spiel setzen. Renitente und straffällige Asylbewerber sind in geschlossene Zentren einzuweisen und rasch des Landes zu verweisen.

Vollzugsprobleme verschlimmern die Situation
Die Probleme im heutigen Asylchaos werden durch einen mangelhaften Vollzug noch verschlimmert. Denn heute schickt man immer weniger abgewiesene Asylbewerber wirklich zurück – sei es, weil sie keine Reisepapiere besorgen wollen, weil sie untertauchen oder weil die Schweiz bei den Herkunftsstaaten oder den betroffenen Dublin-Staaten zu wenig auf die Einhaltung der internationalen Verpflichtungen pocht. Ohne effektiven Vollzug kann es aber keine glaubwürdige Asylpolitik geben.

Politische Führung entscheidend
Die Tatsache, dass die Asylgesuche und die Kosten für den Asylbereich unter Bundesrat Christoph Blocher markant gesenkt werden konnten, zeigt, dass mit einer konsequenten Asylpolitik und einer effizienten Umsetzung der bestehenden Gesetzgebung viel erreicht werden kann. Hier liegt die Verantwortung klar beim zuständigen Bundesratsmitglied und dessen politischem Willen. Dieser ist bei der gegenwärtigen Departementsführung nicht gegeben. Anstatt die Probleme zu lösen, eilt man von Ankündigung zu Ankündigung und schiebt den Schwarzen Peter den Kantonen und Gemeinden zu. Diese müssen dann Unterbringungsfragen und Sicherheitsprobleme lösen, die es eigentlich gar nicht erst geben dürfte. Es muss zwingend auf Bundesebene dafür gesorgt werden, dass die Schweiz für Scheinasylanten und Wirtschaftsmigranten unattraktiv wird. Dazu sind einerseits Massnahmen nötig, damit diese erst gar nicht in die Schweiz kommen. Andererseits müssen bei den Verfahren und beim Vollzug weitreichende Massnahmen zur Verbesserung der Situation getroffen werden, damit den wirklich Verfolgten rasch geholfen werden kann und Asylmissbraucher schnell wieder zurückgeschickt werden können.

Massnahmen gegen die illegale Einreise
Der effektivste und grundsätzlich einfachste Weg, die Probleme im Asylwesen zu lösen, wäre es, dafür zu sorgen, dass Scheinflüchtlinge gar nicht erst in die Schweiz kommen. Da die Kontrolle an der Schengen-Aussengrenze erwiesenermassen nicht funktioniert und sich einzelne EU-Staaten nicht an das Dublin-Abkommen halten, muss die Schweiz ihre Grenzen wieder selber systematisch kontrollieren. Das Grenzwachtkorps ist dabei mit modernen technischen Überwachungsmitteln auszurüsten und durch die kantonalen Polizeikorps zu unterstützen.

Keine Einreise aus sicheren Staaten
Die illegale Einreise und der illegale Aufenthalt, aber auch die Beihilfe dazu sind konsequent zu verfolgen. Wer aus einem Staat in die Schweiz einreist, in dem er nicht verfolgt wird, sollte grundsätzlich kein Anrecht auf Asyl haben, da wirklich Verfolgte ja bereits in diesem Staat Schutz hätten finden müssen. Dieses Prinzip, auf welchem auch das Dublin-Abkommen basiert, muss endlich durchgesetzt werden. Bei Kriegsflüchtlingen sollte zudem die Hilfe vor Ort und in ihrem unmittelbaren geografischen Umfeld im Vordergrund stehen. Die Schweiz beteiligt sich hier an verschiedenen internationalen Initiativen, z.B. im Rahmen des Flüchtlingskommissariats der UNO (UNHCR).

Verfahren verkürzen, Attraktivität senken Doch es ist nicht nur bei der illegalen Einreise anzusetzen, es ist auch dafür zu sorgen, dass sich ein Asylgesuch in der Schweiz für Scheinfl üchtlinge nicht mehr lohnt. Die Attraktivität des Schweizer Asylwesens muss daher markant gesenkt werden. Einerseits sind die Verfahren massiv zu verkürzen, indem die Rekursmöglichkeiten eingeschränkt werden, die heute dem Missbrauch Tür und Tor öff nen. Andererseits sind die Sozialleistungen zu senken, damit der Anreiz zur Erwerbstätigkeit für anerkannte Flüchtlinge ansteigt. Während des Verfahrens sollen die Asylbewerber in kontrollierten Zentren untergebracht werden und Nothilfe in Form von Naturalien erhalten. Wer ein laufendes Verfahren hat, muss auch für Befragungen zur Verfügung stehen. Dies kann mit einem kontrollierten Zentrum gewährleistet werden. Wer sich nicht an diese Regeln oder die Schweizer Rechtsordnung hält, soll für die Zeit des Verfahrens in einem geschlossenen Zentrum untergebracht werden.

Massnahmen zur Vereinfachung des Vollzugs
Die Lösung der Probleme im Asylwesen steht und fällt mit dem Vollzug, das heisst mit der Wegweisung abgewiesener Asylsuchender. Personen mit abgelehntem Asylgesuch müssen möglichst rasch in ihre Heimat zurückgeschickt werden. In der Zeit vor der Wegweisung sollen diese Personen nur noch Nothilfe in Form von Naturalien erhalten. Wer sich der Rückweisung widersetzt, ist mit Zwang auszuschaff en. Die bürokratischen und administrativen Vorgaben für die Ausweisung sind zu senken, und mit möglichst vielen Staaten sind Rückübernahmeabkommen zu schliessen und umzusetzen. Staaten, die ihre von der Schweiz ausgewiesenen Bürger nicht zurücknehmen, sollen keine Entwicklungshilfe mehr erhalten.

Die SVP
– fordert die Abschaffung des Status der vorläufigen
Aufnahme und verlangt stattdessen die konsequente
Überprüfung der Erfüllung der Flüchtlingseigenschaften;
– fordert kontrollierte Zentren für Asylbewerber im laufenden
Asylverfahren und geschlossene Zentren für renitente und
straffällige Asylbewerber;
– setzt sich dafür ein, dass für Kriegsflüchtlinge die Hilfe vor
Ort im Vordergrund steht.- setzt sich für ein Asylwesen ein, das Scheinasylanten und
Wirtschaftsmigranten konsequent zurückschickt, damit
den wirklich Verfolgten geholfen werden kann;
– fordert, dass sich der Bundesrat für die Durchsetzung des
Dublin-Abkommens einsetzt und folglich Personen, die
aus sicheren Drittstaaten einreisen, kein Asylverfahren
mehr erhalten;
– verlangt, dass abgewiesene Asylbewerber unverzüglich
zurückgeschickt werden – wenn nötig mit
Zwangsausschaffungen;
– fordert nur noch erstinstanzliche Entscheide mit einer
Rekursmöglichkeit statt des heutigen Verfahrens mit
zahlreichen Rekursmöglichkeiten, die dem Missbrauch Tür
und Tor öffnen;
– akzeptiert nicht, dass Kantone Sozialhilfe an Personen mit
rechtskräftigem Wegweisungsentscheid leisten, welche
die Schweiz schon lange hätten verlassen müssen;
fordert die Senkung der Nothilfe für Personen mit
abgelehntem Asylgesuch;
– will, dass die Kontrollen an den Grenzen – namentlich zu
Italien – intensiviert werden, um die illegale
Einwanderung in den Griff zu bekommen.

Das bringt mir:
– als Bürger mehr Sicherheit;
– als Steuerzahler weniger Scheinasylanten, die mir auf der
Tasche liegen;
– als Einwohner meiner Gemeinde weniger Probleme mit
kriminellen Asylbewerbern;
– als Staatsbürger die Fortsetzung der humanitären Tradition
der Schweiz;
– als echtem Flüchtling Gewähr, dass das System nicht durch
Missbräuche belastet wird.

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