Riskant: Der Franken wird zum Euro

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Artikel von René Zeyer der heutigen Basler-Zeitung und ein wichtiger Punkt, warum alle EU-Beitrittsgegner die Gold-Initiative unterstützen sollten: Artikel BaZ – mitgehangen, mitgefangen!

Ein Auszug: Der Franken ist faktisch ein kleiner Euro, also abhängig von allen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank, dem Pendant zur SNB. Und die SNB ist mit einem Bilanzvolumen von über 500 Milliarden Franken, davon 45 Prozent in Euro, zum grössten europäischen Hedge-Funds geworden. (…) Das Problem liegt darin, dass die Übernahme eines potenziell unbegrenzten Risikos schlichtweg ein unendliches Risikopotenzial enthält. Verschärft wird diese Gefahr noch dadurch, dass die Schweizer Währung auf Gedeih und Verderb den Entscheidungen der EZB ausgeliefert ist, die von der Schweiz nicht beeinflusst werden können. Nun kann man optimistisch annehmen, dass die EZB verantwortungsbewusst handelt und ebenfalls «unbegrenzt» alles unternimmt, um einen Untergang des Euros zu verhindern.

Auf der anderen Seite hat die EZB seit Ausbruch der Eurokrise, nicht nur im Zusammenhang mit den längst unbezahlbar gewordenen Staatsschulden diverser Euroländer, bereits dermassen viele Rotlichter überfahren, dass berechtigte Zweifel angebracht sind, ob ihr das mittelfristig weiterhin gelingen wird.

Die Schweiz hat im vergangenen Jahrhundert diverse Währungscrashs in Europa überlebt. Ob ihr das auch diesmal gelingen wird, ist zurzeit mehr als fraglich. Denn niemand, nicht einmal die SNB, kann erklären, wie die Schweizer Währung in allen denkbaren Fällen aus dieser Nummer wieder rauskommt. Mitgefangen, mitgehangen.

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