Debatte im Nationalrat zur Goldinitative: „Ungedecktes Geld ist der grosse Betrug unserer Zeit“

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Alle Informationen zur Goldinitiative: Website Initiativkomitee

Die Gold-Initiative gibt uns die einmalige Chance, den Betrug von Fiat Money, also von ungedecktem Papiergeld, endlich zu brechen und zu beenden. Der grosse Betrug unserer Zeit geschieht mit dem Geld. Zentralbanken, Geschäftsbanken und Regierungen spielen mit dem Eigentum der Bürger. Während sich diese drei Parteien des neugedruckten Geldes als Erstverwender ohne Abwehrwertung bedienen können, bekommt die Mehrheit der Bürger, die Geprellten, mit dem neugedruckten Geld eine Abwertung zu spüren und muss diese schlucken. Wenn die Kaufkraft des Geldes jährlich um nur 2 Prozent nachlässt, weil immer mehr nichtgedecktes Geld in Umlauf kommt, halbiert sich in zwanzig Jahren der Wert dieses Geldes.
Das Aufblähen der Geldmenge ist bequem. Es handelt sich um eine unsichtbare Steuer, die sich fast beliebig erhöhen lässt. Eine einfache Überlegung hilft, diesen Trick zu durchschauen. Wenn die ganze Menschheit von einem Tag auf den anderen plötzlich doppelt so viel Geld hätte, wäre sie dann reicher, gäbe es mehr Wohlstand, gäbe es mehr Arbeitsplätze? Nein, denn auch der Preis der Güter würde sich verdoppeln. Wenn hingegen der Staat von einem Tag auf den anderen plötzlich doppelt so viel Geld hätte, dann hätten die Bürger weniger Geld, weil der Wert des Geldes weniger hoch wäre. Was hier geschieht, ist nichts anderes als eine kaschierte Enteignung.
Das Papiergeld war bis zum Ersten Weltkrieg durch nicht beliebig vermehrbare Edelmetalle gedeckt. Danach wurde diese Deckung verwässert, sonst hätten sich die Kriege des 20. Jahrhunderts gar nicht finanzieren lassen. Unter dem Goldstandard herrschte in den USA 136 Jahre Preisstabilität, seit 1913 jedoch ist die Kaufkraft um unglaubliche 95 Prozent gesunken. In der Schweiz wurde die in der alten Bundesverfassung vorgeschriebene 40-prozentige Golddeckung des Frankens mit der Totalrevision aufgehoben, still und heimlich. Dabei machte genau diese Golddeckung den Franken stabil, sicher und unabhängig.
Angebot und Nachfrage bestimmen nicht nur Güterpreise, sondern auch den Preis des Geldes, also die Kaufkraft. Je mehr davon angeboten wird, im Verhältnis zur vorhandenen Gütermenge, desto wertloser wird es. In den letzten dreissig Jahren hat sich das Volumen der Güterproduktion in den Industrienationen verfünffacht, das Geldvolumen hingegen verfünfzigfacht. Wie Roland Baader in einem Buch, das ich allen hier empfehle – es heisst „Geldsozialismus“ -, schreibt, war das am Markt entstandene Geld, also letztlich die Gold- und Silberwährungen, gesundes Geld. Das uns vom staatlichen Monopol verordnete, durch nichts gedeckte Papiergeld, das Fiat Money, ist krankes Geld, es ist Falschgeld. US-Präsident Hoover hat einst gesagt, Papiergeld ermögliche es den Politikern, die Ersparnisse der Bevölkerung durch Manipulation der Inflation und der Deflation zu konfiszieren.
Wir haben Gold, weil wir den Regierungen nicht trauen können. In unserer direkten Demokratie in der Schweiz führt dies zu paradoxen Konstellationen. Wir lassen das Volk entscheiden über kleine Vorlagen, 50 Millionen Franken, 100 Millionen Franken, es gibt einen Riesenaufschrei, das sei zu teuer. Gleichzeitig weitet die Nationalbank die Geldmenge um Hunderte Milliarden Franken aus, es gibt keine Debatte, und es gibt keine Volksabstimmung.
Die wenigen, die diese Mechanismen seit Langem kritisieren und auch die aktuelle Krise präzise voraussagten, waren unabhängige, von der österreichischen Schule geprägte Ökonomen. Doch sie werden kaum gehört. Denn ein echter, unparteiischer Liberalismus lässt eben genau nicht die Mächtigsten und Finanzkräftigsten profitieren, die staatliche Regulierungen in ihrem eigenen Interesse wollen, sondern den einfachen Mann und die einfache Frau. Echter Liberalismus ist keine Bewegung für das Grosskapital, sondern für den Mittelstand, für Selbstständigerwerbende, für die Leistungsbereiten und für die Ehrlichen.
Die Gold-Initiative verhindert, dass einfach neues Geld gedruckt werden kann, und sie stellt sicher, dass in der Bilanz neben Papiergeld auch noch echte Realwerte vorhanden sind. Deficit Spending ist eine Methode der Enteignung. Gold steht diesem hinterhältigen Vorgang im Weg. Es steht als Beschützer der Eigentumsrechte. Wenn man das begriffen hat, hat man keine Schwierigkeiten mehr, die Feindseligkeit der Planwirtschafter gegenüber dem Goldstandard zu verstehen und der Gold-Initiative zuzustimmen.

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