Das bundesrätliche Nein zur Goldinitiative: Haltlose Argumentation

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Das Initiativkomitee der Goldinitiative bedauert das bundesrätliche Nein zur Goldinitiative «Rettet unser Schweizer Gold» zutiefst. Das Komitee ist aber auch schockiert ob der zur Begründung dieser Ablehnung vom Bundesrat ins Feld geführten Argumente.

Die Behauptung, Gold spiele für die Stabilität von Währungen keine Rolle mehr, ist nichts anderes als ein nachträglicher Beschönigungsversuch für eine der kopflosesten Massnahmen schweizerischer Währungspolitik überhaupt: Für die Verschleuderung von nicht weniger als sechzig Prozent der Schweizer Goldreserven (1‘550 von ursprünglich 2‘600 Tonnen) in den vergangenen zwölf Jahren zu historisch schlechtestem Preis. Mit dieser unüberlegten Tat wurde Volksvermögen in der Grössenordnung von gegen fünfzig Milliarden Franken sinnlos vertan.

Die Nationalbank hat weder Konjunkturpolitik zu betreiben noch defizitäre Kantonsrechnungen auszugleichen. Die Nationalbank hat vielmehr im Gesamtinteresse aller Schweizerinnen und Schweizer die Stabilität der Währung des Landes zu sichern. Je werthaltiger die Reserven der Nationalbank sind, desto gesicherter sind die Altersrenten, die Pensionserwartungen, die Löhne und die Ersparnisse aller in der Schweiz lebenden Menschen – in Zeiten schwerwiegendster Währungsturbulenzen gewiss keine unangemessene Forderung.

Natürlich sind dabei auch die Entwicklung und die Entfaltungsmöglichkeiten der Wirtschaft immer sorgfältig im Auge zu behalten. Als für den Schweizer Franken, weil dem Euro vor zwei Jahren der freie Fall drohte, im Rahmen einer Notfall-Massnahme eine Untergrenze von Fr. 1.20 als Wechselkurs zum Euro festgelegt wurde, haben die Initianten der Goldinitiative nie Kritik geäussert. Niemals aber darf der Schweizer Franken gleichsam auf ewig an den Euro gebunden werden – an eine sich am Markt als untauglich erweisende Währung, die bloss noch durch unablässige In-Gang-Haltung der Euro-Notenpresse am Leben erhalten werden kann.

Ein starkes Goldfundament sichert der Schweizerischen Nationalbank Unabhängigkeit und eigenständige Handlungsfähigkeit. Denn allein eine auf solidem Fundament operierende Zentralbank ist im Notfall glaubwürdig interventionsfähig.

Die Goldinitiative enthält drei Forderungen:

Erstens das Verbot, weitere Nationalbank-Goldreserven zu verkaufen.

Zweitens die Weisung, alle im Ausland lagernden Teile der Schweizer Goldreserven innert zwei Jahren in die Schweiz zurückzuholen.

Und drittens die Forderung an die Nationalbank, mindestens zwanzig Prozent ihrer Aktiven in Gold zu halten. Zur Erreichung dieses dritten Zieles wird eine Übergangsfrist von fünf Jahren eingeräumt.

Um allen Schweizerinnen und Schweizern Renten, Ersparnisse und Löhne zu sichern, sind diese Forderungen der Goldinitiative zeitgemässer denn je.

 

 

Initiativkomitee Goldinitiative

Für Rückfragen

Nationalrat Lukas Reimann, post@lukas-reimann.ch

Nationalrat Luzi Stamm, luzi.stamm@parl.ch

Alt Nationalrat Ulrich Schlüer schluer@schluer.ch,

 

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