Stammtisch-Ökonomie: Einfache Erklärung des Steuersystems

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Schüga(aus dem Englischen übersetzt von John Dornbierer)

Man stelle sich vor, zehn Männer treffen sich täglich zum Bier und die Rechnung wäre total Fr. 99.-
Wenn sie die Rechnung nach dem progressiven Steuersystem zahlen würden, sähe es etwa so aus:

Die ersten vier Männer (die am wenigsten oder keine Steuern zahlen),

würden nichts zahlen für ihr Bier Fr.   0.- gratis

Der fünfte Mann würde nur einen Franken Fr.   1.- zahlen für sein Bier.

Der sechste Mann würde drei Franken Fr.   3.- zahlen für sein Bier.

Der siebte Mann würde sieben Franken Fr.   7.- zahlen für sein Bier.

Der achte Mann würde zwölf Fanken Fr. 12.- zahlen für sein Bier.

Der neunte Mann würde achtzehn Franken Fr. 18.- zahlen für sein Bier.

Der zehnte Mann würde neunundfünfzig Franken Fr. 59.- zahlen für sein Bier.

 

Zehn Männer beschlossen, nach diesem Steuersystem ihr Feierabendbier zu bezahlen. Jeden Abend tranken sie auf diese Weise ihr Bier und waren zufrieden. Eines Tages offerierte der Wirt den zehn Männern als gute Kunden 20% Rabatt, sodass die Gesamtrechnung für alle Biere nur noch Fr. 79.- betrug. Der Wirt schlug vor, dass es fair sei, wenn jeder 20% von seinem bezahlten Betrag abziehen könne. Die Rechnung sah dann so aus:

Die ersten vier Männer bezahlten nichts                            (100% Rabatt)

Der fünfte Mann bezahlte ebenfalls nichts                        (100% Rabatt)

Der sechste Mann bezahlte       Fr.   2.- statt Fr. 3.-          (33%   Rabatt,    Fr.  1.-  gespart)

Der siebte Mann bezahlte          Fr.   5.- statt Fr. 7.-          (28%  Rabatt,     Fr.  2.-  gespart)

Der achte Mann bezahlte           Fr.   9.- statt Fr. 12.-        (25%  Rabatt,     Fr.  3.-  gespart)

Der neunte Mann bezahlte        Fr. 14.- statt Fr.18.-         (22% Rabatt,      Fr.  4.-  gespart)

Der zehnte Mann bezahlte        Fr. 49.- statt Fr. 59.-        (16% Rabatt,      Fr. 10.- gespart)

Sechs Männer bezahlten nun weniger als vorher: Die ersten vier Männer zahlten nichts, wie vorher. Auch der fünfte Mann bezahlte nun nichts, und der sechste Mann bezahlte zwei statt drei Franken. Auf dem Heimweg begannen sie zu diskutieren.

Der sechste Mann sagte: „Ich habe nur einen Franken vom Rabatt von zwanzig Franken erhalten, zeigte auf den zehnten Mann und sagte: „Er hat zehn Franken Ermässigung erhalten“. „Ja“, sagte

der siebte Mann, „warum sollte er zehn Franken weniger bezahlen und ich erhielt nur zwei Franken Rabatt“? „Die Steuergeschenke an die Reichen sind unfair“, sagte der achte Mann. Die ersten vier Männer brüllten: „Wir erhielten überhaupt keinen Rabatt, das System schützt die Reichen und nützt die Armen aus, wehren wir uns“. Und sie fielen über den zehnten Mann her und verprügelten ihn.

Am nächsten Tag trafen sie sich wieder zum Bier, aber der zehnte Mann erschien nicht. Die neun Männer tranken ihr Bier und als sie die Rechnung erhielten, stellten sie fest, dass sie zusammen nicht genug Geld hatten um wenigstens die Hälfte des von ihnen getrunkenen Biers zu bezahlen.

So arbeitet das progressive Steuersystem: Diejenigen die die höchsten Steuern bezahlen, erhalten auch eine entsprechende Ermässigung bei Steuersenkungen – auch die unteren Steuerklassen profitieren, aber eben nur im Verhältnis. Faszit: Bestrafe „die Reichen“ und sie gehen ihr Bier woanders trinken, wo die Atmosphäre freundlicher ist.

Zitat dazu von Boris Johnson:
„We say to the people, not since 1789 has there been such tyranny in France,“ Mr Johnson joked, referring to the French revolution. „I am very keen to welcome talented French people to London.“ He noted there are already 240,000 French nationals in the capital.

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