Druck im Nationalrat: Verschärfte Grenzkontrollen gegen Einbruchs-Wellen dringend notwendig!

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329mal wurde alleine im Kanton St. Gallen zwischen dem 22. Oktober und dem 26. November 2012 eingebrochen. Das sind rund 66 Einbrüche pro Woche oder fast zehn pro Tag. Auf alle Fälle mehr als doppelt so viele wie im Jahresdurchschnitt 2011. Im ganzen Land ist die Zunahme enorm. Vermutet werden organisierte Banden, sogenannte Kriminaltouristen. Nationalrat Lukas Reimann hat dies schon mehrfach zum Thema gemacht (siehe z.B. AZ vom 3. August 2012 und WN vom 11. Oktober 2012) und eindringlich gewarnt. Jetzt reagiert er im Parlament.

Schengen (Art. 23 i.V.m. Art. 26 Verordnung (EG) Nr. 562/2006 ) sieht die Möglichkeit von systematischen Grenzkontrollen vor, wenn die öffentliche Ordnung oder die innere Sicherheit gefährdet ist. Deshalb verlangt Lukas Reimann in einer heute eingereichten parlamentarischen Eingabe vom Bundesrat, die Grenzkontrollen zwecks Einbruchs-Verhinderung entsprechend zu verstärken und somit den Artikel 23 des Schengen-Abkommens anzuwenden. Nur so kann die Sicherheit in der Schweiz und der Bürgerinnen und Bürger wieder verbessert werden. „Eine Neuverhandlung des Schengen-Abkommens wäre sinnvoller, aber dafür finden wir keine Mehrheit im Parlament. Umso dringlicher ist es, dass wir wenigstens die durch Schengen gegebenen Möglichkeiten voll ausschöpfen.“, sagt Lukas Reimann.

Nirgends wird so häufig eingebrochen wie bei uns. Die Informationsplattform „Geld.de“ hat die Einbruchsstatistiken von 93 Städten ausgewertet und mit der Zahl der bewohnten Wohnungen verglichen. Die Studie dazu: “Die Schweiz ist zur Einbruchshochburg in ganz Europa geworden.“ Und weiter: „Die Einbruchszahl klang so unglaublich hoch, dass Geld.de sogar dreimal bei der Pressestelle Stadt- und Kantonspolizei anfragte, ob da nicht ein statistischer Fehler vorliege.“

Die Kriminalstatistik zeigt: 2011 waren es 65‘172 Einbrüche! Das entspricht 180 Einbrüchen pro Tag oder einem alle 8 Minuten. Diebstähle wurden gar 213‘173 verzeigt. Das bedeutet, alle 2.5 Minuten wird in der Schweiz ein Diebstahl begangen, der überhaupt zur Anzeige kommt. Tendenz steigend. Im ersten Halbjahr 2012 nahmen die Einbrüche erneut zu, in einigen Kantonen um über 50%! Diese Zahlen sind erschreckend. Es muss dringend gehandelt werden für die Sicherheit in diesem Land!

Es werden nur knapp über 10 Prozent der Einbrüche aufgeklärt. Um die 60% der Beschuldigten sind Ausländer. Insbesondere osteuropäische Banden reisen als Kriminaltouristen in die Schweiz. Dank Abschaffung der Grenzkontrollen können sie ungehindert bis in die Schweiz und wieder zurück fahren, ohne auch nur ein einziges Mal kontrolliert zu werden. Die Kantonspolizei AG dazu: „Die Einbruchszahlen im Wohnbereich bewegen sich seit Wochen auf hohem Niveau. Einerseits scheinen sogenannte Kriminaltouristen am Werk zu sein. Andererseits verzeichnet die Polizei fast jede Nacht Fälle, bei denen Täter in Häuser einschleichen. Dabei lassen sie sich von den schlafenden Bewohnern nicht beirren und durchsuchen das Haus nach Wertsachen. Der Polizei liegen Erkenntnisse vor, dass solche Taten auf das Konto nordafrikanischer Asylbewerber gehen.“

Die offenen Grenzen dank dem Schengen-Abkommen sind eine Einladung für Kriminaltouristen. Das Grenzwachtkorps müsste nicht nur aufgestockt werden, sondern bezüglich Kriminalitätsprävention auch mehr Kompetenzen erhalten. Auch die – im Vergleich zum Ausland – milderen Gesetze gegen Einbrecher sprechen sich herum. Einbruchdiebstahl wird durch die Justiz selten bestraft. Dabei sind die psychischen Folgen für die betroffenen Personen oft noch während Jahren gravierend; auch der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.

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2 Responses to “Druck im Nationalrat: Verschärfte Grenzkontrollen gegen Einbruchs-Wellen dringend notwendig!”

  1. Carlo sagt:

    Wo direkter Zugang zur Tiefgarage ein Verkaufsargument ist, muss man sich über mangelnde soziale Kontrolle durch die Anwohnenden nicht wundern.
    Aber lieber zahlt man mehr Steuern für mehr Polizeipräsenz.
    Aber die Polizei hat während den Verkehrsstosszeiten, wo am meisten Einbrüche statt finden, scheinbar Wichtigeres zu tun.

  2. Beat sagt:

    Gebetsmühlenartig vermitteln uns die Polizeisprecher, man solle Einbrecher ja in Ruhe lassen und sich nicht wehren, soso… Die Verbrecher haben verstanden, in diesem Land wehrt sich keiner, also los.
    Als ehemaliger Angehöriger der Schweizer Armee habe ich gelernt, dass unser Land und unsere Freiheit an den Grenzen mit der Waffe verteidigt werden muss (oder darf). Wieso hört dieses Recht auf meiner Türschwelle auf und muss ich jeden Einbrecher ungestraft agieren lassen. Dass die Politiker und unsere lieben Gesetzlimacher, auch Gefühlsduseli genannt, versagt haben, ist offensichtlich. Meine Message würde lauten: Ab nächster Woche darf den Einbrechern in die Beine geschossen werden und übernächste Woche sind auch Treffer oberhalb der Gürtellinie erlaubt. Wetten, es würde wirken!

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