Interpellation: IC-Halte in Flawil, Gossau, Uzwil und Wil

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Die geplanten Änderungen im Fernverkehrsangebot auf der Achse Zürich-St.Gallen hätten erhebliche Einbussen an der Standort- und Lebensqualität in den betroffenen Regionen von Gossau bis Wil zur Folge. Die neue Studie des Verkehrsplanungsbüros Jud zeigt nun klar auf, dass eine Verschlechterung des Bahnangebotes für die Region Fürstenland (Bahnhöfe Flawil, Gossau, Uzwil, Wil) ohne Mehrkosten und trotz Direktzügen Zürich-St.Gallen ohne Zwischenhalte im Fürstenland verhindert werden kann. Um den Druck auf den Bundesrat und die SBB zu erhöhen und um die drohende Angebotsverschlechterung des Bahnangebotes ab 2018 zu verhindern, habe ich nun folgenden Vorstoss in Bern eingereicht:

Interpellation vom 17. September 2012
IC-Halte in Flawil, Gossau, Uzwil und Wil

Die SBB führt zusammen mit den Kantonen die so genannte Angebotsplanung Ost durch. Dabei wird auch das künftige Fernverkehrsangebot auf der Achse Zürich-St.Gallen-München entwickelt. Heute halten mit Ausnahme der Eurocityzüge nach München alle Züge auf dieser Achse in Wil und Gossau, neu wird von der SBB und den Kantonen ein «4-Zug-Konzept Fernverkehr» favorisiert. Die Umsetzung des neuen Konzepts ist für 2018 geplant. Die Stadt Wil hat ein Planungsbüro beauftragt, die Auswirkungen dieser geplanten Angebotsänderungen für Wil zu untersuchen.
Wil ist ein bedeutender Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr mit sechs Stadt- und zehn Regionalbuslinien sowie vier Bahnlinien. Diese sehr gute Anbindung an den Bus- und Bahnverkehr ist nicht nur wichtig für die Stadt Wil, sondern für die ganze Region, welche mit über 70’000 Einwohnenden zweitgrösste Agglomeration der Ostschweiz ist. Auch Gossau ist ein bedeutendes Zentrum und zudem ein wichtiger Anschluss für die Kantone beider Appenzell.
Der Bericht «IC-Halt Wil» bewertet das vorgesehene 4-Zug-Konzept im Vergleich zum Ist-Zustand und zeigt, dass für Wil – aber auch für Gossau und indirekt für Uzwil und Flawil – insgesamt eine Verschlechterung resultiert, insbesondere bezüglich Reisezeiten und Rollmaterial. Dies führt zu einer Verschlechterung der Standortqualität in den entsprechenden Gemeinden.
Ziel muss sein, Verbesserungen der öV-Erschliessung von Wil durch einen konstruktiven, aus gesamtheitlicher Sicht erarbeiteten Beitrag zu erreichen. Auf dieser Basis hat das Büro Jud drei realistische Ansätze zu einer Verbesserung der Erschliessung von Wil und Gossau im Fernverkehr entwickelt und konkrete Fahrplanvarianten erarbeitet. Die Studie zeigt auf, dass es betrieblich machbare Lösungen für ein attraktiveres Bahnangebot in Flawil, Gossau, Uzwil und Wil gibt – ohne Mehrkosten gegenüber dem 4-Zug-Konzept.
Daraus ergeben sich folgende Fragen:
1. Sind dem Bundesrat die Probleme bezüglich einer möglichen Angebotsverschlechterung in der Region Wil- Gossau bekannt?
2. Ist dem Bundesrat die Studie „IC-Halt Wil“ bekannt?
3. Falls Ja: Welche der in der Studie vorgeschlagenen Alternativen hält der Bundesrat für machbar und unterstützenswert?
4. Wird sich der Bundesrat bei der SBB dafür stark machen, dass die Anliegen des Fürstenlandes (Region Wil bis Gossau) angemessen berücksichtigt werden?

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One Response to “Interpellation: IC-Halte in Flawil, Gossau, Uzwil und Wil”

  1. So etwas darf man nicht mal in Planung kommen lassen. Wir haben gut ausgebaute Bahnlinien und da sollen plötzlich die Züge nur noch durchfahren? Was ist den das für eine Einstellung. Diese Regionen sind
    mehr besiedelt und diese Bahnhöfe haben eine grosses Einzugsgebiet. Es ist schon interessant, dass von Zeit zu Zeit daran immer wieder mal gerüttelt wird. Also, auf keine Fall sowas nicht mal diskutieren.

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