Der Wille zu Freiheit und Unabhängigkeit ist auch heute noch aktuell

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Zur 1.-Augustfeier beim Schützenhaus zeigte sich Zuzwil nach jahrelanger Abstinenz mit grossem Publikumsaufmarsch.


Fotos
Quelle infowilplus

Seit Jahren wurde in Zuzwil keine 1.-Augustfeier mehr durchgeführt. An der Chilbi  des vergangenen Jahres wurde von der Zuzwiler Bevölkerung angeregt, den  längst vergessenen und verlorenen Dorf-Patriotismus in unseren schönen Zuzwil wieder auferstehen zu lassen.

Für die Organisatoren unter Walter Kerschbaumer war dies Grund genug, das offensichtliche Bedürfnis neu zu formen und zu gestalten. Die Anzahl der Zuzwiler am Fest zeigte , dass im Dorf sehr wohl noch Jung und Alt ihr Dorf und die Schweiz als Land lieben.

Weniger Unterhaltungsfest, mehr Besinnlichkeit
Vizegemeindepräsident Ruedi Peter sprach die Festgemeinde in seiner Begrüssung darauf an, dass die 1.-Augustfeier kein Unterhaltungsfest sei. Eher ein besinnlicher Anlass mit historischer Bedeutung und sprach dabei den Ursprungsgedanken der Eidgenossenschaft an. Ruedi Peter bedankte sich bei den Organisatoren und deren Helfer für ihren Einsatz, was vom Publikum mit einen kräftigen Applaus quittiert wurde.

Anschliessend stimmte die Ferienmusik Lenggenwil – die für gute Unterhaltung sorgte – den Schweizerpsalm an. Über 280 Bürger sangen in der Folge mit Stolz erhobenen Haupt gemeinsam die Landeshymne.

Dem Freiheitswillen Nachachtung verschaffen
Nationalrat Lukas Reimann, Botschaftsüberbringer aus Bern, sprach am Mittag über den Inhalt des Bundesbriefes von 1291, der wie in Stein gemeisselt mit dem Willen zu Freiheit und Unabhängigkeit auch heute noch aktuell sei. Auch die Begründer der modernen Schweiz von 1848, welche den Bundesstaat mit der Garantie von Unabhängigkeit, Neutralität, Landesverteidigung sowie den Föderalismus, die demokratischen Volksrechte und vielen Grundrechte der Bürger in der Bundesverfassung festschrieben hatten, habe bis heute zum Erfolgsmodell Schweiz beigetragen. Dies erscheint im Gegensatz zur EU wie ein Leuchtturm von Freiheit und Demokratie .

„Zall nüt, du bist nüt schuldig. So wurde 1793 mit einem in Gossau SG angeschlagenen Zettel zur Verweigerung der Abgaben an den Fürstabt des Kloster St. Gallen aufgerufen. Das sei heute auch wieder aktuell, wenn wir sehen, wie die Freiheit der Bürger durch staatliche Regulierung, Abgaben, Gebühren und Verboten immer mehr eingeschränkt wird“, führte Lukas Reimann den Freiheitswillen im Kanton St. Gallen exemplarisch aus.

Und weiter: „Mehr Mut und Einsatz für die Freiheit der Menschen, das nehmen wir gerne aus der Schweizer Geschichte für die Zukunft mit!“ Hierfür erntete Lukas Reimann von den begeisterten Zuhörern vollen Applaus.

Unterhaltung bis in die Nacht hinein
Mit dem Unterhaltungsprogramm der Ferienmusik Lenggenwil, dem Jodlerclub Wil und „den Kulturellen“ genossen die Anwesenden eine hochkarätiges Unterhaltungsprogramm. Die Kinder benützten rege das Ponyreiten und tobten sich in der grossen Hüpfburg aus. Nach Mitternacht ging auch für die Letzten die Augustfeier 2012 zu Ende.

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