Goldfranken in der Wirtschaftskommission behandelt – im September folgt die Abstimmung im Nationalrat

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Die Komission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat diese Woche die Parlamentarische Initiative für die Schaffung eines Goldfrankens behandelt und leider mit 17 zu 7 Stimmen zur Ablehnung empfohlen.
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Der Verein Goldfranken hat darauf reagiert mit einer Medienmitteilung reagiert:

Die WAK hat am 22 Mai entschieden, sich an der Schaffung eines Goldfrankens nicht zu beteiligen. Der Goldfranken wird trotzdem kommen, denn wie Victor Hugo sagte: „es gibt nichts Mächtigeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist“.

Keine stichhaltigen Argumente der Kommission (siehe Medienmitteilung)

1.        „Es gibt genügend Möglichkeiten für den Kleinsparer“:

·        Die Tatsache, dass man heute Gold kaufen kann hat logisch nichts zu tun mit dem Anliegen des Goldfrankens, dass dies in Zukunft noch wesentlich billiger, einfacher und mit langfristigem Schutz vor Steuern gemacht werden kann.

·        Tatsache ist dass Gold als Anlagemöglichkeit heute fast ausschliesslich von Reichen und von Liebhabern gekauft wird. Nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung nutzt Gold als Anlage.

·        Der Goldkauf braucht heute fachliche Beratung, die kleinste Handelsmenge Gold kostet über Fr. 50.-; der Goldfranken soll ab Fr. 5.- selbst an Wechsel- und Bancomaten erhältlich sein

2.        „Gold gehört nicht zu den sichersten Anlagen“

·        Das hat ebenfalls logisch absolut keinen Zusammenhang mit dem Anliegen des Goldfrankens, den Kauf und Verkauf von Gold zu erleichtern.

3.        „eine an einen schwankenden Goldkurs gebundene Zweitwährung ist unpraktikabel“

·        Das ist falsch, denn schon der heutige Goldhandel ist technisch eine solche Währung. Der Goldfranke ist technisch exakt dasselbe wie der Goldhandel heute, einfach stark vereinfacht und verbilligt durch eine staatliche Normierung und langfristig geschützt vor Handelsbeschränkungen und vor Steuern.

·        Diese Vereinfachung und dieser legale Schutz wird übrigens die Schweiz einmalig attraktiv machen für den weltweiten Goldhandel, abgesehen vom Prestige für unseren Standort und den Finanzplatz.

 

 

Goldfranken als Rettungsboot im Währungssystem

Die Vogelperspektive:
·        Der Euro gleicht einem Schiff in hoher Seenot, der Finanzsturm tobt, die Führungscrew streitet sich und kann sich nicht entscheiden, ob und wann sie die Griechen über Bord werfen wollen.
·        Das Schweizer Frankenschiff wiederum hat sich mit der 1.20 Kurslimite fest an das Schicksal des Eurobootes gekettet.
·        Mit dem Goldfranken könnte ein neues, stabiles Währungsboot gebaut werden. Denn der Goldfranken ist eine neue, zusätzliche Währung, völlig unabhängig von allen heutigen Währungen.
·        Neben vielen praktischen Vorteilen könnte es als Rettungsboot dienen, wenn es mit dem Euroboot zum Schlimmsten käme.
·        Die Politiker wollen den Schweizern den Bau eines Goldfranken- Rettungsbootes nicht erlauben. Zum Glück haben die Politiker bei uns nicht das letzte Wort.
·        Wir haben in der Schweiz das geniale Instrument der Volksinitiative, sie erlaubt die friedliche Reformation von unten. Sollte das Parlament die Initiative ebenfalls ablehnen, wird das unser Weg sein. Weitsichtige Politiker sind herzlich willkommen.

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