Schweizer Stimmvolk gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung

Share

Das Komitee „Nein zu überteuerten Büchern“ freut sich über das Abstimmungsergebnis.

Das Komitee „Nein zu überteuerten Büchern“ ist erfreut über das Abstimmungsresultat zur Buchpreisbindung. Das Schweizer Stimmvolk hat sich mit 58 zu 42 Prozent gegen das Preisdiktat gestellt. Mit der Buchpreisbindung hätte es nur Verlierer gegeben, an erster Stelle die Konsumentinnen und Konsumenten. Sie hätten überhöhte Preise bezahlen müssen. Nun bleiben Bücher jedoch weiterhin erschwinglich.

Das Gesetz über die Buchpreisbindung war ein Flickwerk mit Lücken und vielen Fehlern. Es hätte die Branche nicht vor den Herausforderungen der Zukunft bewahren können. Die Digitalisierung und der Onlinehandel sind die wahren Herausforderungen der Branche. Die Buchpreisbindung hätte aber genau bei diesen Entwicklungen in die falsche Richtung gewirkt. Denn das E-Book wäre nicht unter die Preisbindung gefallen, und die Regelung des Onlinehandels war unklar. Es kann ausserdem nicht im Sinne eines Schweizer Gesetzes sein, die Hochpreisinsel Schweiz weiter zu zementieren und Schweizer Kaufkraft ins Ausland abwandern zu lassen.

In der Romandie bleibt die Situation aber unbefriedigend. Das Komitee „Nein zu überteuerten Büchern“ hat bereits im Vorfeld der Abstimmung einen Brief an die Wettbewerbskommission gesendet und sie aufgefordert, das sistierte Verfahren gegen das Importkartell in der Romandie wieder aufzunehmen. Diese Aufforderung möchten wir hiermit unterstreichen. Das Komitee hofft, dass die WEKO dieses Kartell bis Ende 2012 zerschlagen kann und so für vernünftige Preise in der Romandie sorgt.

Tags: , , , , , , , , ,

Leave a Reply