171 Millionen: Schweiz erlässt Togo Schulden

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Es ist unglaublich, wie fahrlässig mit unserem Steuergeld umgegangen wird. Die Schweiz und Togo haben vergangene Woche still und heimlich ein Entschuldungs-Abkommen in der Höhe von umgerechnet 171 Millionen Franken unterzeichnet. Ohne dass das Parlament mitreden konnte, ohne dass das Parlament oder das Volk informiert wurden.  In einer Zeit, in welcher auch unser Land auf jeden Franken schauen muss, sind 171 Millionen völlig verantwortungslos. Über solche Beträge sollte in Zukunft das Volk entscheiden können oder zumindest das Parlament in einem referendumsfähigen Beschluss. Dann würde diese Geldverschwendung endlich gebremst.

Der Schuldenerlass ermöglicht es dem westafrikanischen Land, seine Auslandschulden zu verringern. Die Aktion geschah im Rahmen der internationalen Initiative zur Entschuldung armer, hochverschuldeter Länder (HIPC) der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF), wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.  Der Schuldenerlass mit der Schweiz umfasst Verpflichtungen Togos bei Privatpersonen, welche im Rahmen von Geschäftstransaktionen entstanden. Sie wurden mit sofortiger Wirkung von der Schweiz beglichen. Die Vereinbarung habe insbesondere zum Ziel, die ökonomische und soziale Entwicklung Togos zu fördern, erklärte der Schweizer Botschafter für das westafrikanische Land, Nicolas Lang.

Quelle: Swissinfo / NZZ

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5 Responses to “171 Millionen: Schweiz erlässt Togo Schulden”

  1. Sven sagt:

    Dises Millionengeschenk der Schweiz kommt sicherlich nur der korrupten Oberschicht Togos zu Gute. Der armen Bevölkerung helfen diese Gelder nicht.

  2. FLow sagt:

    Wer glaubt, dass Togo das Geld jemals zurück bezahlen könnte, ist aber auch etwas realitätsfremd 🙂

  3. karlo sagt:

    Es gibt keine arme Bevölkerung, sondern nur Staaten, wo sich Leistung nicht lohnt.
    Darum emigirieren die lieber in einen Staat, wo man durchs tagelangen Molochen noch einen Mehrwert erzielen kann. Als für Abzocker zu schuften.
    Soweit sind wir ja bald auch schon.

  4. Ellen sagt:

    Ich befürchte, Sven (Kommentar oben) hat Recht.

    Mal ein anderes Thema: Hätte eine Initiative, wonach eine es obligatorische Nachzählung in allen Gemeinden bei Abstimmungs/ Wahlresultaten mit einer Differenz von weniger als 2% ( zB 49.1% – 50.9) geben müsste, in der Schweiz eine Chance? Damit könnte man sich (ohnehin aussichtslose) Wahlrechtsbeschwerden sparen, andererseits wäre ein Stück Demokratie vielleicht wieder etwas glaubwürdiger?

  5. hairmare sagt:

    genau… dann kann man das geld was jetzt in die entschuldung eines armes staates fliesst auch gleich für solche unsinnigen nachzähl-aktionen auf die seite tun.

    das geld was zu den schulden geführt hat ist, über die erwähnten korrupten politiker, wohl schon lange wieder aus togo abgeflossen, wohl an einem multinationalen konzern mit sitz in zug oder so.

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