Mit verdeckten Karten

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Griechenland sei gerettet. Neue Milliardenzahlungen von EU und  Internationalem Währungsfonds  (IWF) sind geflossen. Wie dieses Rettungsgeld beschafft werden soll: Darüber wird nichts gesagt.  Es wird mit verdeckten Karten operiert. Als die «Rettung» Griechenlands  verkündet wurde, verbesserte sich der Euro-Kurs gegenüber dem Franken innert 48 Stunden von Fr. 1.20 auf Fr. 1.23. Das Aufatmen war aber von kurzer Dauer.  Sofort dominierten neue Hiobsbotschaften: Portugal  und neuerdings auch  Italien  müssen sich,  wenn nicht neue Hilfsmilliarden fliessen, als zahlungsunfähig erklären. Der Euro-Kurs sank  sofort auf Tiefstkurs:
Fr. 1.19. Die Krise ist alles andere als bewältigt.

EU-Hilfe
Den Hauptteil der neuen Hilfsmilliarden an Griechenland trägt die EU.  Im Klartext:  Deutschland! Weil Deutschland dank tiefem Euro  Exportüberschüsse wie noch nie erzielt. Doch Exportüberschüsse fliessen nicht in die Staatskasse. Sie bewirken Unternehmensgewinne;  und es werden daraus  Löhne bezahlt. Sollen solche Einnahmen dem Staat dienstbar werden, dann sind neue, massive Steuererhöhungen unumgänglich.

Ein Signal auch an die Schweiz: Diejenigen, die der Franken-Aufwertung ausweichen wollen durch Verlagerung von Produktionsstätten in  EU-Länder, werden dort wahre Steuerhöllen antreffen. Handelt die Schweizer Regierung klug,  dann vermeidet sie Steuererhöhungen um jeden Preis.  Das entlastet alle, die unter der Franken-Aufwertung leiden.

IWF
Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hilft Griechenland mit Milliarden.  Der IWF  besitzt  allerdings  kein Vermögen. Er stützt sich auf Garantien von Mitgliedsstaaten und macht aus diesen Garantien Geld  für  Bankrotteure.  Unsolidere Finanzierungspraxis ist kaum vorstellbar. Die Schweiz ist im Moment mit 16,5 Milliarden «Garantien» an den IWF gebunden. Die Erhöhung auf 30 Milliarden ist eingeleitet.  Im Sinne klugen, das eigene Vermögen nicht  schädigenden  Handelns  müsste  die Losung  allerdings heissen: Hände weg vom IWF!

Europäische Zentralbank
Die Milliardenhilfe an Griechenland kommt nicht den Griechen zugute. Mit den Milliarden muss Griechenland seine Schulden bei  Gläubigerbanken begleichen,  bei französischen und deutschen Banken. Griechenland benötigt aber auch «Betriebskapital». Solches erhält es von der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese kauft allen vom Bankrott bedrohten EU-Staaten in ganz grossem Stil Staatspapiere ab – zum Nominalwert, obwohl es  faktisch Schrottpapiere sind, kaum mehr als zwanzig Prozent vom Nominalwert geltend. Da häuft die EZB einen Mega-
Schuldenberg an: Derzeit  bereits  rund  480 Milliarden Euro!

Mit den EU-Hilfszahlungen wurden in Wahrheit  die mit Griechenlands Schulden spekulierenden  Banken der EU-Länder gerettet. Dafür ist die EZB  faktisch bankrott.  Das verschweigt und vertuscht  die EU. Glaubt jemand, dass der Euro so gerettet werden kann? Der weitere Zerfall des Euro ist vorgezeichnet.

Vorsorge
Wer der  Überschuldungskrise  entgehen will, muss jetzt umsichtig Vorsorge  treffen und alles Werthaltige  behalten. Die  Schweizerische Nationalbank hat ihre Reserven in  unsäglichen  Euro-Spekulationen verspielt. Ihre Bilanz droht ins Minus zu kippen. Sie ist handlungsunfähig.

Damit sind ihre Goldreserven, ihr einzig noch wirklich werthaltiger Vermögensteil akut gefährdet. Die Gold-Initiative  zur  Rettung der Nationalbank-Goldreserven  kommt.  Nach der formellen Vorprüfung durch die  Bundeskanzlei  wird sie  Mitte September lanciert.

Weitere Informationen dazu:
Bürgeraktion Gesunde Währung

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