Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie

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Häufig werde ich gefragt, wer denn Ludwig von Mises gewesen sei und was die „Österreichische Schule der Ökonomie“  genau vertrete. Die aktuelle Krise weckt das Interesse an wirtschaftlichen Fragen stark. Doch selbst bei den zukünftigen „Fachleuten“ auf diesem Gebiet scheinen alternative Ideen und Überlegungen fernab vom Mainstream wenig bekannt zu sein: Gerade gestern hatte ich eine längere Diskussion mit zwei Kollegen, welche an der HSG im fortgeschrittenem Semester studieren und zu meinem Erstaunen die beiden Begriffe noch nie gehört haben. Selbst Friedrich August von Hayek kannten sie nur vom Namen her. Das soeben im FinanzBuch-Verlag erschienene Buch „Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie“ scheint mir der ideale Einstieg in die ganze Thematik zu sein und ich habe den Beiden heute je ein Exemplar bestellt. Das Interesse ist – nicht nur bei den Beiden – vorhanden und das Erstaunen gross, dass man die „Österreichische Schule“ an der so renommierten Universität St.Gallen nicht mal im Ansatz erwähnt.

Buchrezension vom Amazon: Wenn es etwas Gutes an Krisen gibt, so zumindest, dass man · posthum · darüber nachdenkt, ob und wie die Katastrophe hätte verhindert werden können. Die jüngste Wirtschaftskrise wurde zumindest vorhergesehen, und das sehr präzise. Vollbracht hat das kein bekannter Prophet wie George Soros, sondern ein kleiner akademischer Kreis von Volksökonomen in den USA. Diese besinnen sich seit den Siebzigerjahren aus guten Gründen zurück auf die sogenannte Österreichische oder Wiener Schule.

In seinem grundlegenden Werk zeigt der Wirtschaftsphilosoph Rahim Taghizadegan, welche Faktoren für eine Fortsetzung der Forschung in der Tradition von Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig van Mises und Friedrich August von Hayek sprechen.

Der Nutzen einer Wissenschaft, die verlässliche Zukunftsprognosen und Warnsignale für die Gesellschaft liefert, kann nicht hoch genug bewertet werden. Daher ist das Plädoyer des Autors für eine Neuorientierung oder Rückkehr zum Denken der Wiener Schule mehr als verständlich. So verständlich wie sein richtungsweisendes Werk.

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One Response to “Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie”

  1. Ich kann die Beobachtung bestätigen. Auch zu meiner Zeit (vor 10 Jahren) wurden die verschiedenen Lehren nicht wirklich behandelt. Die Theorien bezogen sich aber meist auf Meister Keynes. Formeln mussten zwar auswendig gelernt werden (z.B. um das BIP zu berechnen), was das aber zu bedeuten hat, ging dabei unter. Erst in den letzten Jahren habe ich erst richtig verstanden – und das autodidaktisch dank dem Internet – welche Regeln in der Volkswirtschaft wirklich gelten.

    Wem keine „Corporate Slave“ Karriere wichtig ist, kann auf die HSG verzichten. Es gibt genügend andere Mittel, um sich weiterzubilden – so leid mir das Verdikt auch tut…

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