Platz für junge Kräfte

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An der Generalversammlung der SVP dankte der neue Präsident Philipp Schellenberg für seine Wahl. Der 28-jährige Nationalrat Lukas Reimann berichtete über die Auswirkungen von Schengen.

An der diesjährigen Generalversammlung der SVP Wädenswil konnte der Präsident Erich Schärer eine beachtliche Zahl von Parteimitgliedern begrüssen und hielt Rückschau auf ein politisch spannendes Jahr, wobei er sich vor allem über das ausgezeichnete Wahlresultat von Regierungsrat Ernst Stocker freute, der – mit Ausnahme der Städte Zürich und Winterthur – in allen Bezirken am meisten Stimmen erhielt. Erich Schärer reichte seinen Rücktritt als Präsident nach vier Jahren ein, weil die gemeinderätliche Tätigkeit seine Belastung erhöht hat und es auch an der Zeit sei, einer jüngeren Kraft Platz zu machen. Der 35-jährige Philipp Schellenberg hat sich seit einem Jahr im Vorstand eingearbeitet und ist gleichzeitig Mitglied der Oberstufenschulpflege. Obwohl frisch verheiratet, habe er das Okay für ein neues Mandat bekommen, erklärte er lachend.

Neuer SVP-Präsident
Philipp Schellenberg wurde einstimmig und mit grossem Applaus zum neuen Präsidenten der SVP Wädenswil gewählt. Der Kassier Balz Kronauer übergibt nach fünf Jahren sein Amt dem neuen Vorstandsmitglied Christoph Lehmann, wobei erfreulicherweise das Rechnungsjahr trotz dem Wahljahr mit schwarzen Zahlen abschliessen konnte. Maja Gianola hat während eines Jahres das Sekretariat geführt und muss dieses wegen beruflicher Veränderungen abgeben. Ein dritter Rücktritt ist zu verzeichnen, weil Andreas Stahel die Partei verlässt. Der Vorstand wird komplettiert mit der Bezirksrichterin Patricia Tschudi und dem ehemaligen Stadtrat Christian Huber, wobei die drei neuen Mitglieder einstimmig und in globo gewählt wurden. Erich Schärer bleibt dem Vorstand mit seinen Erfahrungen erhalten.

Neuverhandlungen für Schengen
Nach den statutarischen Geschäften referierte der jüngste Schweizer Nationalrat, Lukas Reimann von der SVP St. Gallen, zum Thema Schengenöffnung und Migrantenströme. Er schilderte haarsträubende Fälle, die unsere Grenzwächter tagtäglich erleben. Leider baue das Schengen-Abkommen Hürden für den EU-Beitritt ab; der Ausschuss in Brüssel habe bereits 90 Änderungen beschlossen, bei denen die Schweiz nicht mitreden könne. Im Wahljahr haben sich noch andere Parteien als die SVP strikt gegen den EU-Beitritt ausgesprochen, leider arbeiten aber im Parlament diese Parteien am Abbau der Beitrittshürden mit. Zudem seien die im Abstimmungsbüchlein erwähnten 40 Millionen Kosten für die Schweiz schon weit über 100 Millionen gestiegen. Von der Sicherheit und Kontrolle der Schweiz sei gar nicht zu reden; diese sei durch die erhöhte Kriminalität und kontinuierliche Zunahme der Asylanten gefährdet. Es sei Zeit für Neuverhandlungen für Schengen oder bei Scheitern derselben für den Ausstieg.

Quelle: SVP Wädenswil

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