St.Galler Regierung irrt: Wir brauchen keine staatlich finanzierten muslimischen Grabfelder!

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Die SVP der Stadt St.Gallen hat mit grossem Befremden zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein gewichtiger Punkt der kantonalen Vernehmlassung „Nachtrag zum Gesetz über die Friedhöfe und Bestattungen“ der Wille der Kantonsregierung ist, muslimische Grabfelder per Gesetz zuzulassen. Damit will der Kanton rassistischen Forderung nach getrennten Gräbern, welche noch dazu dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) widersprechen, nachgeben. Hier spielt die SVP der Stadt St.Gallen nicht mit.

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Bei der Frage, ob muslimische Grabfelder zugelassen werden sollen, stellen sich für die SVP der Stadt St.Gallen noch vor den rechtlichen Fragen die Folgenden: Ist es auch Christen in muslimischen Ländern möglich, ihre Toten gemäss den christlichen Ritualen zu beerdigen? Werden Christen in muslimischen Ländern ebenso respektiert und in der Ausübung ihres Glaubens toleriert, wie dies hierzulande mit anderen Religionen, insbesondere des Islam, der Fall ist? Geniessen Christen in muslimischen Ländern den gleichen Schutz und Respekt der dortigen Regierungen, wie dies gemäss unserer Schweizerischen Verfassung auch den Muslimen, die hier in unserm Land leben, zuteil wird?

Kein Entgegenkommen – dafür rassistische Forderungen

Leider kann die SVP der Stadt St.Gallen keine einzige dieser Fragen mit einem „Ja“ beantworten. Dies ist ein äusserst bedauerlicher Umstand, denn grundsätzlich müssen bei einem Entgegenkommen beide Parteien aufeinander zugehen. Es darf nichts Einseitiges sein.

So lange Menschen in vielen muslimischen Ländern unterdrückt, ermordet und gefoltert werden aufgrund ihres christlichen Glaubens (es gibt mehrere, sehr aktuelle Beispiele) so lange weigert sich auch die SVP der Stadt St.Gallen, Muslimen bei deren Forderung nach muslimischen Grabfeldern hier in St.Gallen entgegen zu kommen.

Die SVP der Stadt St.Gallen erachtet es vielmehr als eine Frechheit, selber zu keinen Zugeständnissen bereit zu sein und mit aller Härte gegen die jeweiligen christlichen Minderheiten in den muslimischen Ländern vorzugehen, im Gegenzug hier aber zu verlangen, dass Muslime getrennte Grabfelder bekommen sollen. Hier zeigt sich die religiöse Intoleranz dieser Forderung, welche dazu noch dem Integrationsgrundsatz widerspricht.

Rechtliche Sicht klar: Widerspruch gegen die Verfassung sowie rassistisch

Ebenso ist die Forderung nach getrennten Grabfeldern aus rechtlicher Sicht nicht durchsetzbar: Schon von Anfang an widerspricht sie dem Gleichbehandlungsgebot, welches im Artikel 8 unserer Schweizerischen Bundesverfassung beschrieben wird. Darüber hinaus ist die Forderung nach getrennten Grabfeldern rassistisch und daher ebenfalls nicht zulässig. Man stelle sich vor, was (zu Recht) los wäre, wenn ein katholischer Priester sich weigern würde, einen Menschen jüdischen Glaubens oder aber einen Protestanten auf seinem Friedhof zu beerdigen!

Fordern nun jedoch Muslime exakt das selbe, knicken sowohl die St.Gallische Kantonsregierung wie auch die Landeskirchen umgehend ein und sind sofort bereit, in vollem Umfange nachzugeben. Was kommt da auf uns zu?

Eine weitere, bisher unbeantwortete Frage ist: Was kommt auf uns zu, wenn wir uns bereit erklären – ein Mal mehr ohne unserer eigenen Verfassung zu folgen – den Muslimen zu erlauben, ihre Toten ihren Bräuchen entsprechend zu beerdigen?

Gemäss Koran müssen verschiedenste Begebenheiten gegeben sein, um ein Begräbnis durchführen zu können: Die Toten müssen in weisse Gewänder gewickelt (welche von Frauen jenseits der Wechseljahre genäht wurden) sein und seitlich ins Grab (welches nach Mekka ausgerichtet ist) gelegt werden. Ohne Sarg. Der Kopf des Toten muss in Richtung Mekka gedreht werden. Frauen sind übrigens von der Grablegung im Islam völlig ausgeschlossen, auch wenn es sich um die Beerdigung ihrer Männer oder aber Kinder handelt. Auch dies ein Widerspruch zu Artikel 8 unserer Bundesverfassung.

Ein weiterer heikler Punkt: Es ist in der Schweiz so, dass nach der Grabesruhe die Grabsteine entfernt werden und die Gräber (ohne sie umzugraben) für andere Tote verwendet werden. Im Islam jedoch gibts kein Ende der Grabesruhe – sie dauert schlicht ewig. Es ist für einen Muslim daher undenkbar, ein Grab auch nach 50 Jahren mit einem andern Toten zu belegen.

Für unser Land aber wäre dies aus raumplanerischer Sicht aber äusserst bedenklich.

Zusammenfassend ist die Forderung nach muslimischen Gräbern ein Verstoss gegen die Bundesverfassung, Ausdruck rassistischer und religiöser Intoleranz, raumplanerisch bedenklich und letztlich ein Zeichen der bewussten Abgrenzung und Missachtung elementarer Grundsätze des einträchtigen Zusammenlebens.

„Unreine“ Erde von christlichen Toten – unsern Vorfahren

In Luzern fuhren kurz nach dem „ok“ für muslimische Grabfelder Bagger auf, welche die Erde entfernten, wo schon seit Generationen Tote begraben wurden. Die Erde sollte weggekarrt und vernichtet werden. Denn: Einem Muslim ist es anscheinend nicht zuzumuten, in der selben Erde liegen zu müssen, wo schon Ungläubige – unsere Vorfahren, die unser Land zu dem gemacht haben, was es jetzt ist – gelegen haben.

Sind wir schon so weit, dass wir das Totenlager unserer Vorfahren als „unrein“ abtun lassen müssen? Die SVP der Stadt St.Gallen ist überzeugt: Nein!

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One Response to “St.Galler Regierung irrt: Wir brauchen keine staatlich finanzierten muslimischen Grabfelder!”

  1. emmi widmer sagt:

    die forderung eigener grabfelder ist rassismus pur. \“unsere\“ toten sind so wenig unrein wie die islamischen. es wurde sogar schon diskutiert, erdbestattungen aus umweltgründen generell zu verbieten!!

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