Archive for Dezember, 2016

Proust-Fragebogen vom Beobachter: 31 persönliche Fragen an Lukas Reimann

Dienstag, Dezember 20th, 2016
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Proust-Fragebogen – diese persönlichen Fragen stellte der Beobachter an Lukas Reimann für seine Weihnachtsausgabe:

1.    Wo möchten Sie leben?

Mir gefällt es hier sehr gut. Wir leben in einem Paradies und sollten dies mehr wertschätzen.

2.    Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Persönliche Freiheit! Denn Glück ist individuell: Ein Totkranker kann glücklicher sein als ein Kerngesunder, ein Bettler glücklicher als ein Millionär. Glücklich ist der, der aus jeder Lebenssituation sein Glück nimmt.

3.    Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jeden, sofern daraus gelernt wird. Churchill brachte das auf den Punkt: „Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ 4.    Was ist für Sie das größte Unglück?

Verlust einer geliebten Person,

5.    Ihre liebsten Romanhelden?

Die dänische Olsenbande, denn die haben immer einen mächtig gewaltigen Plan.

6.    Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

General Henri Guisan

7.    Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit?

Mein Vater! Ihm wurde nichts geschenkt, weder gesundheitlich noch beruflich, aber er ist mit jedem Schicksalsschlag stärker geworden.

8.    Ihr Lieblingsmaler?

Meine Mutter! Ob asiatische Skulpturen, Menschen wie von Renoir oder Tiere wie von Stubbs: Beim Malen auf Porzellan ist sie die Nr.1!

9.    Ihr Lieblingsautor?

Prägend waren Ayn Rand, Roland Baader und Michel Houellebecq, den ich als damals unbekannter Autor als Matura-Buch wählte. Aber nach wie vor die Nr. 1 ist Paulo Coelho.

10. Ihr Lieblingskomponist?

Jimmy van Heusen, der Songs für Frank Sinatra schrieb 11. Welche Eigenschaften schätzen sie bei einer Frau am meisten?

Sie hält auch dann bedingungslos zu dir, wenn sonst keiner mehr da ist.

12. Welche Eigenschaften schätzen sie bei einem Mann am meisten?

Ehrlichkeit

13. Ihre Lieblingstugend?

Gutmütigkeit

Sagen wir es mit Carl Spitteler: „Und eine einzige Tugend fordert mein Gemüte, von jeglichem Geschöpf, die leichteste, die Güte.“

14. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Mich mich anderen Menschen austauschen. Jede Begegnung ist eine Bereicherung fürs Leben.

15. Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?

Handball verstehen und spielen können wie Andy Schmid und dazu die Fans von Kultkicker Torsten Mattuschka im Rücken wissen.

16. Ihr Hauptcharakterzug?

Ergibt sich aus der Mischung von Fricktaler Bodenständigkeit mit St.Galler Entschlossenheit und Schweizer Zuverlässigkeit.

17. Was schätzen bei Ihren Freunden am meisten?

Zusammenhalt aus Gotthardgranit: Auch wenn alle gegen dich sind. Für echte Freunde bin ich immer da und sie genauso für mich.

18. Ihr größter Fehler?

Ich möchte alles erreichen und sofort, ob beruflich, politisch oder privat. Da stösst man an Grenzen und verzettelt sich auch mangels Prioritätensetzung.

19. Ihr Traum vom Glück?

Ich bin zufrieden und glücklich – im Wissen darum, dass mehr Freiheit zu noch mehr Glück führen wird.

20. Ihre Lieblingsfarbe?

Blau

21. Ihre Lieblingsblume?

Nelke

22. Ihr Lieblingsvogel?

Der prächtige Wanderfalke, es ist eine wahre Freude ihm zuzuschauen, wenn er über dir in der Luft kreist.

23. Ihr Lieblingslyriker?

Hildegard Knef

24. Ihre Lieblingsnamen?

Caroline

25. Was verabscheuen sie am meisten?

Einschränkungen der Freiheit und des Eigentums, was letztendlich Treiber vieler Kriege war.

26. Welche geschichtliche Gestalt verabscheuen sie am meisten?

Mao Tse-tung: 76 Mio. Opfer forderte seine Herrschaft über die KP Chinas. Und genauso Pol Pot, welcher einen ganzen Drittel „seiner“ Bevölkerung umbringen liess.

 

27. Welche Reform bewundern Sie am meisten?

Französische Revolution – noch heute die Grundlage für Demokratie, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmungsrechte.

28. Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ohne Schlaf auszukommen, wäre eine gute Sache, oder?

29. Wie möchten Sie gern sterben?

In Frieden

30. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Optimistisch

31. Ihr Motto?

Bleiben wir bei Churchill: Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

Fischen ist eines der beliebtesten Hobbys der Schweizer

Dienstag, Dezember 20th, 2016
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«Kaum jemand im Nationalrat ist sich bewusst, dass das Fischen nicht nur das Hobby von ein paar wenigen, etwas kuriosen Einzelgängern ist. Es ist Volkssport und eines der beliebtesten Hobbys der Schweiz.»

Interview mit der Schweizer Fachzeitschrif für Fischer
Petri-Heil – Ausgabge 12/2016:

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Zweite statt erste Klasse bei Kaderangestellten von Bund und SBB sowie bei National- und Ständerat

Donnerstag, Dezember 1st, 2016
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Motion von Lukas Reimann – eingereicht in der Wintersession 2016 anlässlich der erneuten SBB-Preiserhöhungen:

Erneute SBB-Preiserhöhungen: Zweite statt erste Klasse bei Kaderangestellten von Bund und SBB sowie bei Parlamentariern

Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung einen Erlass oder eine Massnahme vorzulegen, welche festlegt, dass Kaderangestellte von SBB (bzw. VöV) und Bund sowie von National- und Ständerat als Lohn- oder Spesenbestandteil sowie als Gehaltsnebenleistungen nur noch das GA bzw. der Swisspass der 2. Klasse entschädigt wird. Die Eidgenossenschaft (inkl. öffentlich-rechtlichen Anstalten sowie AG‘s mit staatlicher Aktienmehrheit sowie GA-FVP) bezahlt ausschliesslich Abos oder Tickets der 2. Klasse.

Begründung

Das Unverständnis und der Ärger über die erneuten Preiserhöhungen der SBB wächst, insbesondere weil Platzangebot und Fahrplanangebot in keinem Verhältnis zu den Preiserhöhungen beim Bund stehen.

Die Preiserhöhung des Generalabonnement (GA) u. a. des „GA Erwachsene 25-64/65“ durch die SBB auf den nächsten Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 von 205 Fr. in der 2. Klasse und von 330 Fr. in der 1. Klasse zeigt gut, dass die National- und Ständeräte sowie Kaderangestellte des Bundes ihre Vergütung auf ein 2. Klasse GA reduzieren müssen. So kann der Bevölkerung ein Signal gegeben werden, dass man gewillt ist, selbst einen Beitrag zur Einhaltung des Bundesbudgets beizutragen. Alleine die jetzige Preiserhöhung der SBB (246 x die Erhöhung des 1. Klasse GAs um 330 CHF) erhöht die jährlichen Kosten vom Parlamentsbetrieb um 81‘180 CHF.

Insgesamt können Millionen eingespart werden. Alleine im Parlament ergibt sich durch den Klassenwechsel eine Einsparung von über 600‘000 Franken jährlich.

Kosten GA 2. Klasse:
246 (National- und Ständeräte)                  x             3860 CHF                           =             949‘560 CHF
Kosten GA 1. Klasse:
246                                                                   x             6‘300 Fr.                            =             1‘549‘800 CHF
Differenz:                                                                       600‘240 Fr.

Bundesangestellte, welche mit öffentlichen Geldern, die Vorzüge der 1. Klasse geniessen, gibt es Tausende. Jährlich könnten so – nach Schätzungen von öV-Experten – dem Bund über 10 Millionen eingespart werden.

Und diese Kosteneinsparungen brächte weitere Vorteile: Eine Erhöhung der Volksnähe von Bundesangestellten, der SBB-Chefetage und der Bundesverwaltung durch den grösseren Kontakt in der 2. Klasse mit der Bevölkerung. So wird auch das Verständnis für den Ärger von Bahnkunden und Steuerzahlern über Preiserhöhungen und volle Züge wachsen. Und wer sich diesem Ärger im Volk nicht stellen will, kann bei Bedarf ja weiter 1. Klasse fahren, aber aus eigenen finanziellen Mitteln und nicht mit Steuergeld.

Der Preisüberwacher sbbpreis1untersuchte die Preisentwicklung von Strasse und Schiene und kam zum erschreckenden Schluss: “ Das Ergebnis ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es ein erklärtes Ziel des Bundes ist, die Nutzung des ÖV auszubauen. In den letzten 26 Jahren sind die Kilometerkosten für Autos bloss um schlanke 13 Rappen gestiegen. Seit 2013 fallen sie sogar – insbesondere dank tiefer Treibstoff- und gesunkener Neuwagenpreise. Völlig unbeeindruckt von dieser Entwicklung zeigt sich der ÖV: Die Preise steigen munter, einerseits wohl aus unternehmerischen Gründen, aber hauptsächlich infolge politischen Willens. Seit 1990 wurden Retourfahrten über 80% teurer. Das GA und das Halbtax stiegen um 60% bzw. 70%. Diese Zahlen spiegeln, was viele ÖV-Nutzer empfinden – die Verhältnismässigkeit von Preis und Leistung ist aus den Angeln. Es gibt viel zu tun im ÖV – ich hoffe, dass unsere Politiker diese Zahlen auch zur Kenntnis nehmen.“

Mit Annahme dieser Motion und vom SBB-Preiserhöhungsmoratorium (Motion 15.4236 Staatlicher Monopolmissbrauch. Keine weitere Erhöhung der SBB-Bahnpreise!) zeigt das Parlament, dass es dies zur Kenntnis genommen hat.

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