Archive for August, 2014

Q&A zum Thema Snus: Die wichtigsten Kritikpunkte und die wissenschaftlichen Antworten darauf

Dienstag, August 12th, 2014
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Verursacht Snus Mundhöhlenkrebs?

• Es gibt keine wissenschaftlich erhärteten Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Qualitäts-Snus aus Schweden und Mundhöhlenkrebs nachweisen. Mehrere in Schweden verfasste Langzeitstudien zeigen, dass kein erhöhtes Risiko für Snus-Konsumenten besteht. Die häufigste Ursache für Mundhöhlenkrebs ist das Rauchen.

• Obwohl Snus seit vielen Jahren in Schweden – vor allem von Männern – konsumiert wird, ist die Rate von Mundhöhlenkrebs die tiefste in Europa. Mundhöhlenkrebs ist nicht verbreiteter unter Snus-Konsumenten als unter jenen Schweden, die nie Tabak konsumiert haben.

• Die Vorstellung, Snus verursache Mundhöhlenkrebs, stammt von zwei alten, dürftigen Studien, die eine Verbindung zwischen nikotinfreiem Tabak und Mundhöhlenkrebs suggerieren. Die Studien beruhen auf asiatischen und amerikanischen Produkten, die nur sehr wenig gemeinsam haben mit dem schwedischen Qualitäts-Snus. Alle aktuelleren Studien zeigen keinen Zusammenhang

• Der „Wissenschaftliche Ausschuss für neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken” der Europäischen Kommission kam 2008 zum Schluss, dass schwedisches Snus kein Risiko für Mundhöhlenkrebs darstellt. In früheren Jahren wurde auf Snus-Dosen vor Krebs gewarnt. 2002 entschied aber die Kommission, den Text zu ändern und den Warnhinweis zu entfernen. Aus Sicht der Kommission besteht kein wissenschaftlicher Grund, im Zusammenhang mit Snus vor Krebs zu warnen.

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Gleiche Ellen für alle Tabakprodukte – gegen willkürliches Snus Verbot

Dienstag, August 12th, 2014
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1. Stand heute: Begründung des Bundesrates:

Gestützt auf das Lebensmittelgesetz hat der Bundesrat 1995 in der Tabakverordnung Snus mit einem Import- und Verkaufsverbot, nicht aber mit einem Konsumverbot belegt:

Art. 5 Verbotene Erzeugnisse

1 Tabakerzeugnisse zum oralen Gebrauch dürfen weder eingeführt noch abgegeben werden.

2 Als Tabakerzeugnisse zum oralen Gebrauch gelten Erzeugnisse in Form eines Pulvers oder eines feinkörnigen Granulats oder einer Kombination dieser Formen, insbesondere in Portionenbeuteln oder porösen Beuteln oder in anderer Form. Ausgenommen sind Erzeugnisse, die zum Rauchen oder Kauen bestimmt sind.

Dieses von der EU übernommene Verbot soll nun ins neue Tabakproduktegesetz überführt werden, das sich bis an 12. September 2014 in der Vernehmlassung befindet. Der Bundesrat schreibt in den Vernehmlassungserläuterungen unter anderem: „Aus wissenschaftlicher Sicht besteht kein Grund, das Verbot von Tabakprodukten zum oralen Gebrauch zu hinterfragen, da sie eine Vielzahl von Schadstoffen, vor allem krebserzeugende Stoffe, enthalten.“

 

2. Das Verbot ist willkürlich

  • Das Verbot von Snus in der Schweiz ist willkürlich. Während das vergleichsweise harmlose schwedische Qualitäts-Snus in der Schweiz nicht verkauft werden darf, sind weit schädlichere Produkte wie Zigaretten, afrikanischer und asiatischer Mundtabak (siehe Tabelle unten) oder Schnupftabak überall erhältlich (Kioske, Tabakgeschäfte etc.).

 

  • Dank hoher Qualitätsstandards bei der Herstellung und einer strengen Lebensmittelkontrolle in Schweden muss Snus höchste hygienische Anforderungen erfüllen. Anders als bei anderen zugelassenen  Mundtabaken wird für die Trocknung nicht Rauch, sondern Luft verwendet.

 

  • Es gibt keine wissenschaftliche Studie, welche eine krebserregende Wirkung von Snus im Mund oder im Magen-Darm-Trakt (z.B. Bauchspeicheldrüse) nachweist.
  • Alle aktuellen Studien stellen auch keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von rauchlosen Tabak und Mundkrebs fest. In Schweden ist Mundhöhlenkrebs bei Snus-Konsumenten nicht stärker verbreitet als beim Rest der Bevölkerung. Der „Wissenschaftliche Ausschuss neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken” der Europäischen Kommission kam 2008 zum Schluss, dass schwedisches Snus kein Risiko für Mundhöhlenkrebs darstellt.
  • Eine Studie von Paulo Bofetta von 2008 vermutete ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs, relativierte diese Aussage aber später. Der Befund wurde von keiner anderen Studie bestätigt. Auch die bisher grösste Studie, die PANC 4 von 2011, konnte keinen Zusammenhang zwischen Bauspeicheldrüsenkrebs und rauchlosem Tabak aufzeigen. aufzeigen: [1]Geklärt ist indessen die Tatsache, dass Rauchen das Risiko für diese Krebsart erhöht.
  • Snus senkt gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen die Krebshäufigkeit, wie das Beispiel Schweden zeigt, wo jeder vierte Mann das rauchlose Tabakprodukt verwendet: Halb so viele Männer wie in der Schweiz erkranken an Lungenkrebs. Während in der Schweiz jeder Dritte raucht, ist es in Schweden nur jeder Zehnte. Schwedische Männer haben europaweit eine der tiefsten Raten für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dies ist auf den Snus-bedingten Rückgang des Raucheranteils zurückzuführen.

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EGMR: Immer absurdere und weitergehende Befehle!

Dienstag, August 12th, 2014
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Medienkonferenz der SVP vom 12. August 2014
Schweizer Recht geht fremdem Recht vor
Referat von Lukas Reimann:

EGMR: Immer absurdere und weitergehende Befehle!

 

Sie können bei jeder Abstimmung frei entscheiden, noch. Waren Sie für die Minarettverbotsinitiative oder dagegen? Unterstützen Sie die Ausschaffungsinitiative oder nicht? Sind Sie für die lebenslange Verwahrung von nicht therapierbaren Sexual- oder Gewaltstraftätern oder dagegen? Das ist Ihr Recht! Und es ist auch Ihr Recht, etwas mittels Volksinitiative oder Referendum zur Abstimmung zu bringen! Es gibt bei jeder Abstimmung Argumente für und gegen etwas. Aber seien Sie auf keinen Fall gegen die Direkte Demokratie, nämlich Ihr Recht, über all diese Fragen selber zu entscheiden. Genau das ist heute gefährdet.

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